1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Rietberg
  6. >
  7. Feuerwehr Rietberg gut gerüstet für Omikron-Welle

  8. >

Rietberg

Feuerwehr Rietberg gut gerüstet für Omikron-Welle

Rietberg (gl)

Die Impfquote bei den Brandschützern beträgt 97 Prozent. Nicht zuletzt halte man sich streng an alle Hygienemaßnahmen, sagt Matthias Setter.

Noch schaut Stadtbrandmeister Matthias Setter als Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Rietberg entspannt auf die Corona-Lage. Diese Einschätzung sei indessen angesichts der dynamischen Situation nur eine Momentaufnahme, stellt er heraus und betont: „Wir als Feuerwehr tun alles dafür, da zu sein, wenn wir gebraucht werden.“

Rietberg (gl) - Die Sars-CoV-2-Variante Omikron gilt als hochansteckend. Sind viele Menschen gleichzeitig erkrankt, kann das für die systemrelevante Infrastruktur kritisch werden. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Rietberg sieht man die Lage derweil noch recht entspannt.

„Wir sollten wachsam bleiben“

Dort beträgt die Impfquote 97 Prozent, wie Stadtbrandmeister Matthias Setter als Leiter der Feuerwehr in einer Mitteilung aus dem Rathaus zitiert wird. Alle Brandschützer seien hochmotiviert und fit. „Das ist aber angesichts der dynamischen Situation nur eine Momentaufnahme“, stellt Setter heraus. Schließlich könne niemand sagen, wie es morgen oder übermorgen aussieht. Von Panikmache angesichts der derzeit vielfach in den Medien kursierenden Nachrichten, dass auch in der kritischen Infrastruktur Personalausfälle drohten, wenn die Omikron-Welle erst rollt, hält er nichts. Wohl aber mahnt der Feuerwehrchef: „Wir sollten wachsam bleiben.“ 

Natürlich sei es unabdingbar, dass zu jedem Zeitpunkt genau bekannt ist, wie viele Feuerwehrleute einsatzbereit sind. Das werde indessen sehr engmaschig kontrolliert, um notfalls direkt reagieren zu können und um handlungsfähig zu bleiben. Demnach melden ihm die Löschzugführer aktuell wöchentlich, wer von den 193 Kameradinnen und Kameraden im Stadtgebiet von Rietberg einsatzbereit ist. Zuletzt sei das monatlich geschehen. „Falls jemand positiv getestet werden sollte, melden wir das wiederum sofort an die Kreisleitstelle, die diese Informationen für den gesamten Kreis tagesaktuell an die Bezirksregierung weitergibt“, erläutert Setter das weitere Vorgehen. Diese strenge Meldekette reiche bis zum NRW-Innenministerium. 

Volle Konzentration auf die Einsätze

Der Stadtbrandmeister zeigt sich dankbar, dass man mit dem Kreisfeuerwehrverband eine einheitliche Regelung für alle Feuerwehren im Kreis getroffen habe. „Wir stehen in ständigem Austausch und werden uns in einigen Tagen wieder zu einer Besprechung der aktuellen Lage zusammenschließen“, kündigt er an. Doch was passiert, wenn sich abzeichnet, dass es personell doch einmal dünn wird bei der Feuerwehr in der Emskommune? Dann können sich die Löschzüge zunächst untereinander vertreten und unterstützen, so Setter. Sollte es tatsächlich einmal richtig eng werden, was er freilich nicht hoffe, kooperiere seine Einheit mit den anderen Feuerwehren im Kreis. „Das tun wir übrigens auch außerhalb von Corona, zum Beispiel bei größeren Schadensfällen.“

Müssen sich die Rietberger also keine Sorgen machen? Für nichts im Leben gebe es Garantien, das sei klar, sagt Matthias Setter: „Aber wir als Feuerwehr tun alles dafür, da zu sein, wenn wir gebraucht werden.“ So hielten sich die Brandschützer streng an alle Hygienemaßnahmen und hätten darüber hinaus seit Ende November den Dienst- sowie Übungsbetrieb eingestellt, um Kontakte zu minimieren und um sich ausschließlich auf die Einsätze zu konzentrieren. „Jeder einzelne in unserer Gesellschaft kann übrigens einen Beitrag leisten, indem er sich an die Hygieneregeln hält, Kontakte reduziert und sich impfen lässt. Das schützt indirekt auch uns als Feuerwehr“, erklärt der Stadtbrandmeister. 

Hochmotiviert bei der Sache

Abschließend schaut er noch einmal auf die beiden Großeinsätze im Dezember bei den Firmen Ellermann und Procontour, die für die Blauröcke aufgrund der Ausdehnung der Brände und der Intensität der notwendigen Löschmaßnahmen eine nicht unerhebliche Belastung dargestellt haben. Dabei habe es sich aber um eine absolute Ausnahmesituation gehandelt, macht Setter klar. Zumal die Aktiven mehrere Tage lang mit Nacharbeiten wie etwa Reinigung, Austausch sowie Instandsetzung von Arbeitsmaterial beschäftigt gewesen seien und obendrein zu weiteren kleineren Einsätze eilen mussten. „Insgesamt haben wir aber auch das personell sehr gut hinbekommen. Alle waren konzentriert und hochmotiviert bei der Sache“, bilanziert Setter.

Startseite
ANZEIGE