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»Seeleuchten« in Rietberg gestartet – Aktion läuft noch bis zum 20. Oktober

Feurige Mary taucht auf

Rietberg (WB). Die Herbstdunkelheit zieht auf – es grummelt über den Dächern der Altstadt, es rumpelt und pumpelt. Seltsames scheint zu geschehen – Rietberg mutiert zum Fischerdörfchen Rietsee – samt mystischer Lichterscheinungen und einem fast echten Seeungeheuer.

Petra Blöß

Im Viertelstundentakt taucht Seeungeheuer Mary auf und spuckt erstmals in diesem Jahr auch effektvoll Feuer. Foto: Petra Blöß

Am Wochenende begann bei sehr großem Besucherinteresse die zweite Auflage des so genannten Seeleuchtens. Auf dem Erfolg des Vorjahres ruhten sich die Veranstalter, die Stadt und Gartenschaupark GmbH nicht aus. Fast scheint es, als sei die Veranstaltung 2018 nur ein Warm-up gewesen, in dem Diverses getestet wurde. Denn: Das Seeleuchten hat sich gemausert, ist vielseitiger, noch spannender, es gibt jede Menge Augenschmaus und noch dazu was auf die Ohren.

Um das Seeungeheuer rankt sich eine spannende Geschichte

Was da des Abends so unheimliche Geräusche von sich gibt, das ist Mary, das riesige, dabei aber liebenswerte Ungetüm, das im Untersee haust. Im Viertelstundentakt taucht das monströse Vieh aus den Tiefen auf, bölkt und blökt, grummelt und grantelt – und spuckt in diesem Jahr erstmals auch ganz effektvoll Feuer. Mitten im See. Mystisch angeleuchtet von zahlreichen Scheinwerfern, deren Farbspiel für zusätzliche Effekte sorgen.

Gemeinsam mit der Kunstwerkstatt Wolf wurde eine Geschichte entwickelt, die auf der Premiere basiert. Mary scheint krank zu sein, die Drachenkinder Schnurix und Rosella machen sich genau wie ihre menschlichen Freunde Sorgen und suchen Rat und Hilfe. Das verraten nicht nur Miniaturbüchlein mit Kinderzeichnungen und eben der Story, es gibt sie unter anderem in Einzelhandelsgeschäften an der Rathausstraße und beim Stadtmagazin »Der Rietberger«. Nein, das verraten auch die Toninstallationen an verschiedenen Stationen im Gartenschaupark, in der Innenstadt und am Wall.

17 Stationen sind über die Stadt verteilt

Warum Mary wirklich so grantig drauf ist? Das erkennen jene, die den Wasserspielplatz am Wall zwischen Klostergarten und Südtor ansteuern. Dort nämlich steht nicht nur fröhlich Rosella, sondern auch ein riesiges Dino-Ei, in dem deutlich sichtbar ein Nachwuchs-Ungeheuer heranwächst. Vorbote für eine weitere Story beim dritten Seeleuchten in 2020?

17 Stationen sind insgesamt auf die Stadt verteilt und als Rundgang auch ausgeschildert. Zu sehen und zu hören sind die Geschichten vom Rietsee bis zum 20. Oktober täglich von 18.30 Uhr bis 22 Uhr. Am Freitagabend ergänzt ein Moonlight-Shopping in der Innenstadt das Angebot.

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