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Feuer beim Messebauer Ellermann richtet etwa eine Million Euro Schaden an

Erneuter Großbrand in Rietberg

Rietberg

Nach dem Großbrand bei Procontour in dieser Woche, wurde am Freitagnachmittag erneut Großalarm ausgelöst. Eine 80 mal 30 Meter große Lagerhalle des Messebauers Ellermann brannte komplett aus, verletzt wurde niemand.

Von Christian Müller

Die schwarze Rauchwolke war kilometerweit sichtbar. Foto: Oliver Eichstädt

Feuerwehrkräfte aus Rietberg wurden um 14.21 Uhr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage gerufen. Als die ersten Rettungskräfte an der Bokeler Straße eintrafen, brannte bereits das Dach des Messebauunternehmens Ellermann. Sofort wurden weitere Feuerwehren aus den Kreisen Gütersloh und Paderborn alarmiert. Insgesamt waren etwa 200 Feuerwehr-Leute im Einsatz.

Feuerwehrkräfte bekämpfen die Flammen. Foto: Westfalennews/Christian Müller

Nach ersten Erkenntnissen wurde bei dem Großbrand der Lagerhalle niemand verletzt. Allerdings entstand laut Polizei Gütersloh ein erheblicher Schaden in Höhe von rund einer Million Euro. Wie es zu dem Brand kam, ist noch unklar. Die Ermittlungen dauern an.

Lagerhalle nicht mehr zu retten

Die etwa 80 mal 30 Meter große Lagerhalle brannte komplett aus. Aufgrund der starken Hitze brannte zunächst das Dach durch. Herabstürzender Brandschutt entzündete im Halleninneren ein Flammeninferno. In ihr waren unter anderem Textilien und Materialien für den Messebau gelagert. Durch ihren schnellen und massiven Löscheinsatz verhinderten die Brandbekämpfer ein Übergreifen der Flammen auf Verwaltung und Produktion des Gebäudekomplexes. 

Neben vielen Löschrohren am Boden wurde der Brand vor allem von oben gelöscht. Sechs Drehleitern und ein Teleskopmast waren im Einsatz, ein großes Aufgebot an Tanklöschfahrzeugen schaffte zusätzliches Löschwasser zur Einsatzstelle. Die Brandbekämpfer erhielten tatkräftige Unterstützung von den Hilfsorganisationen aus dem Kreis Gütersloh. Im Einsatz waren das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz und die Malteser.

Die Löscharbeiten dauern bis in die Nacht. Foto: Westfalennews/Frederic Fächner

Löscharbeiten bis in die Nacht

Wie Kreissprecher Oliver Eichstädt berichtete, hatten die Brandbekämpfer das Feuer gegen 17 Uhr unter Kontrolle. Stand 18 Uhr wurde von vor Ort mitgeteilt, dass die Nachlöscharbeiten bis in die Nacht andauern werden. Experten des Landesumweltamtes (LANUV) führten Messungen durch, um die Schadstoffe in der Luft und durch Partikelniederschlag zu bestimmen. Gegen 20 Uhr meldete die Nina-Warnapp aber Entwarnung.

Der Brand könnte durch Dachdeckerarbeiten an der abgebrannten Halle verursacht worden sein. Genauere Angaben waren zunächst nicht bekannt. Die Kriminalpolizei nimmt ihre Ermittlungen auf. Die Einsatzstelle an der Bundesstraße 64 war am Freitagabend weiträumig abgesperrt, es kam in Rietberg zu langen Staus.

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