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Umgestaltung des Bereichs rund um den Kirchplatz ist in vollem Gange

Ganz viel neu in Neuenkirchen

Rietberg-Neuenkirchen (WB). In Neuenkirchen tut sich gerade eine ganze Menge: Das Körkemeiersche Haus ist abgerissen worden, nur noch eine Schotterfläche zeugt davon, dass früher dort ein Gebäude stand. Währenddessen haben die Bauarbeiten für das neue Kolpinghaus begonnen. Auf dem Kirchplatz soll es auch bald losgehen. Das WESTFALEN-BLATT wirft einen Blick in den Zeitplan.

Stefan Lind

In Neuenkirchen verändert sich gerade eine Menge. Besonders auffällig ist dies auf der Fläche hinter Kolpinghaus und Volksbank. Dort haben die Bauarbeiten für den Neubau des Kolpinghauses begonnen. Grundsteinlegung ist am Sonntag, 18. August. Foto: Stefan Lind

Die Stadt setzt seit einiger Zeit konsequent Punkt für Punkt aus dem integrierten Handlungskonzept um, das für den Stadtteil Neuenkirchen entwickelt worden ist. Bereits vor zwei Jahren ist Stadlers Garten aus dem Dornröschenschlaf geholt und in eine schmucke Parkanlage umgewandelt worden. Auf dem Kirchplatz geht es weiter. Das Fachwerkhaus zwischen Kirche und Kindergarten, in dem früher Heimatforscher Wolfgang Körkemeier wohnte, ist verschwunden. Dort sollen mehrere Pkw-Stellplätze entstehen; wochentags für die Nutzer des Kindergartens und an den Wochenenden für Kirchenbesucher. Die Buche am Haus bleibt erhalten. Der Kirchplatz selbst soll an einigen Stellen entsiegelt werden und insgesamt eine neue Pflasterung erhalten. Eingebettet werden sollen zwei Hochbeete, die möglichst als Sitzgelegenheiten dienen sollen. Denn zusätzliche Bänke oder ähnliches sind nicht vorgesehen.

Im Moment ist Pause, denn es sind leichte Verzögerungen aufgetreten, wie Juergen Wohlgemuth, Pressesprecher der Stadt, erläutert: »Gewisse Betonelemente sind nicht rechtzeitig fertig geworden. Es soll dann wohl Anfang September losgehen.« Bis Februar 2020, so ist es vorgesehen, dürften die Arbeiten dort beendet sein.

Die Fertigstellung soll im Frühjahr 2020 sein

Der zuständige Landschaftsplaner Matthias Wolf hat sich auch schon Gedanken gemacht, was Pfarrgarten und Dorfgraben angeht. Hier ist ein Zeitraum von März bis August 2020 für die Realisierung vorgesehen. Der Fußweg durch Stadlers Garten wird über den Zebrastreifen an der Gütersloher Straße fortgeführt und schlängelt sich dann durch den Pfarrgarten. Parallel dazu soll der dann freigelegte Dorfgraben mäandern. Die gleichen Materialien wie in Stadlers Garten sollen auch hier bei Grabeneinfassung, Pflasterung, Möblierung, Brückengeländern und Leuchten fortgeführt werden. Zudem soll im Pfarrgarten ein wenig aufgeräumt werden: Büsche werden verschwinden, um einen Blick auf die Kirche zu ermöglichen.

Das Pfarrhaus bleibt ebenso erhalten wie das Küsterhaus und wird in den Park integriert, ebenso wie das neue Kolpinghaus. Die Pläne dafür beinhalten einen flexibel nutzbaren Saal mit 340 Sitzplätzen, eine 231 Quadratmeter große Bühne sowie eine 88 Quadratmeter große Gaststätte, an die sich eine anschließt. Es gibt eine Küche, einen Lagerraum, einen behindertengerechten Sanitärbereich und ein Foyer. Die Fertigstellung soll im Frühjahr 2020 sein. Die Zuwegung erfolgt künftig von der Ringstraße aus, hinter der Kirche entlang. Auf dem Gelände des alten Kolpinghauses will die Volksbank ihre Geschäftsräume erweitern.

Die Stadt Rietberg will in Neuenkirchen mehr als eine Million Euro investieren. Die Bezirksregierung Detmold hat mittlerweile einen Bescheid für die Maßnahme mit zuwendungsfähigen Gesamtausgaben in Höhe von 1.168.570 Euro erlassen. Als Zuschuss gibt es satte 818.000 Euro – also 70 Prozent des Gesamtbetrages. Stadtsprecher Juergen Wohlgemuth betont aber: »In den Gesamtausgaben sind die Erstellung der Stellplätze und erst recht der Bau des Kolpinghauses nicht enthalten.«

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