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Rietberg

Gartenwerkstatt brennt lichterloh

Rietberg

Mastholte (ei) - Rund 45 Feuerwehrleute der Löschzüge Rietberg und Mastholte sind am Dienstag gegen 9.30 Uhr einem Hausbesitzer an der Südstraße in Mastholte zur Hilfe geeilt. Dieser hatte nach einem Stromausfall in seinem Eigenheim bemerkt, dass seine Werkstatt im Garten lichterloh brennt.

„Sechs Kameraden mussten sich mit Atemschutzgeräten ausrüsten, um sich gegen den giftigen Brandrauch zu wappnen“, berichtete Mastholtes Löschzugführer Günter Poll als Einsatzleiter im Gespräch mit dieser Zeitung. Dank des schnellen Eingreifens gelang es, eine direkt angrenzende Garage vor den Flammen zu retten und auch das Wohnhaus vor weiterem Schaden zu bewahren. 

Schwarze Rauchwolke schon von Weitem zu sehen

Wie knapp die Betroffenen einer (ganz persönlichen) Katastrophe entgangen sind, zeigen derweil die Verfärbungen, die durch die enorme Hitze an den etwa zehn Meter vom Brandherd entfernten Rahmen der Türen und Fenster des Hauses entstanden sind. Glücklicherweise konnten die Blauröcke nur wenige hundert Meter vom Ort des Geschehens entfernt einen Unterflurhydranten an der Straße Zum freien Stuhl anzapfen und so eine komfortable Wasserversorgung sicherstellen. 

Nach einem ersten Notruf waren zunächst der Löschzug Mastholte sowie die Drehleiter aus Rietberg alarmiert worden. Bereits am etwa drei Kilometer entfernten Mastholter Feuerwehrhaus war jedoch die dicke, schwarze Rauchwolke zu sehen, so dass kurze Zeit später für beide Löschzüge Großalarm ausgelöst wurde. Zusätzlich stieß ein Rettungswagen hinzu, dessen Besatzung indessen nicht tätig werden musste. 

Durch Riegelstellungen benachbarte Gebäude geschützt

In der Werkstatt, ursprünglich wohl als Carport errichtet und später umfunktioniert, lagerte zum Zeitpunkt des Unglücks auch Brennholz, das entsprechend leicht Feuer fing. Zusätzlich fielen Maschinen und Handwerkszeug den Flammen zum Opfer. „Durch Riegelstellungen haben wir die benachbarten Gebäude geschützt und konnten dann den Brand schnell löschen“, schilderte Poll das taktische Vorgehen der Aktiven. Ein benachbarter Landwirt unterstützte den Kampf gegen das Feuer mit seinem Traktor, indem er die Gegenstände auf einer größeren Fläche verteilte. So gelang es, auch letzte Glutnester gezielt auszumerzen. 

Polizeibeamte sperrten die Straße Zum freien Stuhl während der Löscharbeiten für rund eine Stunde. Ermittlungen zur Brandursache wurden von der Kriminalpolizei aufgenommen. Nach rund zwei Stunden konnten auch die letzten Einsatzkräfte wieder einrücken. Für den Löschzug Mastholte war es in diesem Jahr der 40. Einsatz. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer waren im vergangenen Monat siebenmal ausgerückt, während sie im Mai und Juni jeweils nur viermal herbeigeordert worden waren. Vor einem Jahr hatte man Anfang August bereits 53 Einsätze absolviert.

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