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Neues Feuerwehr-Domizil in Mastholte soll 2,6 Millionen Euro kosten

Gerätehaus wird teurer

Rietberg (WB). Da mussten einige Kommunalpolitiker dann doch erst mal schlucken: Der Bau des Feuerwehr-Gerätehauses in Mastholte wird teurer als geplant. War in ersten Schätzungen von zwei Millionen Euro die Rede gewesen, so liegt die Zahl inzwischen bei 2,6. Der Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss wollte dazu am Dienstag noch keinen endgültigen Beschluss fassen.

Stefan Lind

1550 Quadratmeter Fläche stehen den Mastholter Blauröcken zur Verfügung, wenn das neue Feuerwehr-Gerätehaus voraussichtlich im Jahr 2019 fertig gestellt ist. Foto: dpa

Grundsätzlich, das machten alle Redner in der Sitzung klar, sei man selbstverständlich dafür, dem Löschzug Mastholte neue Räume zu ermöglichen. Doch die plötzliche Kostensteigerung sorgte für Unmut.

Dr. Manfred Niewiarra (FDP): »Darüber müssen wir noch diskutieren. Ich kann erst abstimmen, wenn genau aufgelistet worden ist, was der Grund dafür ist.« Peter Pepping (FWG), lange Jahre Stadtbrandmeister, erinnerte daran, dass der Bau des Gerätehauses vor sechs Jahren in Neuenkirchen 1,2 Millionen Euro gekostet habe: »Diese Differenz muss ich meinen Feuerwehr-Kameraden erklären können.«

Bauarbeiten sollen im Juni 2018 beginnen

Bürgermeister Andreas Sunder und Arnd Baumann, Leiter der Abteilung Hochbau in der Verwaltung, versuchten deutlich zu machen, dass die beiden Projekte schwer vergleichbar seien. In ­Neuenkirchen habe man einfacher gebaut, dort sei die Fläche kleiner, das Raumkonzept sei ein anderes. Mittlerweile seien einige Jahre vergangen, »die Baukosten schießen seit kurzer Zeit kräftig in die Höhe«, so Sunder, so dass auch die Schätzung von zwei Millionen Euro, abgegeben im Frühjahr/Sommer 2016, inzwischen wieder überholt sei.

Die Erklärungen beruhigten die Gemüter ein wenig, die vorbereitenden Arbeiten für den Bau können entsprechend weiter gehen, dennoch sollen alle Zahlen, Daten und Fakten, so schlug es Ausschussvorsitzender Heinz Isenbort (CDU) vor, zunächst noch einmal in die Fraktionen zur Beratung. Den Zeitplan wird dieses Vorgehen nicht beeinflussen. Die Bauarbeiten sollen im Juni 2018 an der Lippstädter Straße beginnen und gut ein Jahr später abgeschlossen sein.

Die Pläne, die Arnd Baumann vorstellte, sind in intensiven Gesprächen mit den Mastholter Feuerwehrleuten abgestimmt worden. Vorgesehen ist eine sechs Meter hohe Garage, die sieben Stellplätze umfasst (mit der Option, auf acht zu erweitern), der sogenannte Seminarbereich ist 4,20 Meter hoch, so dass sich diese Bereiche schon in der Außenansicht voneinander unterscheiden. Lager, zwei Werkstätten, Herren- und Damenumkleide, Büros, Besprechungsraum, Seminarraum, Toiletten, Küche, eine separate Fläche für die Jugendfeuerwehr – alles ist zweckmäßig untergebracht in dem neuen Gebäude. 1550 Quadratmeter Fläche stehen zur Verfügung, davon 470 für die Fahrzeughalle. Nicht geklärt ist, wie die Fassade ausgestaltet werden soll. In der Wahl sind Schiefer und Ziegel in einem Materialmix.

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