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Glöckchen-Suche ist in Neuenkirchen Familiensache

Rietberg

Gewonnen hatten Andrea Gieseker und ihr Vater Josef Reichelt lange Zeit nichts. 2021 freuten sie sich dann gleich beide über einen Sachpreis.

Familiensache: Seit Jahrzehnten beteiligen sich Andrea Gieseker und ihr Vater Josef Reichelt aus Neuenkirchen am Großen Weihnachtspreisausschreiben ihrer Tageszeitung. Am Montag hatte der Rentner das Glöckchen-Symbol binnen einer Viertelstunde entdeckt.

Rietberg-Neuenkirchen (gl) - Am Montagmorgen hat Josef Reichelt nicht einmal 15 Minuten gebraucht, dann hatte er das Glöckchen-Symbol in seiner Tageszeitung entdeckt. Anfang der Woche ist das Große Weihnachtspreisausschreiben der „Glocke“ gestartet. Und der 91-jährige Neuenkirchener sowie seine 61 Jahre alte Tochter Andrea Gieseker sind mit Feuereifer dabei.

Reise nach Schweden wäre für Vater und Tochter der Hauptgewinn

Ansporn bei der Glöckchen-Jagd sind für Vater und Tochter die 1000 attraktiven Preise, deren Gewinner am Montag, 5. Dezember, im Verlagshaus in Oelde unter notarieller Aufsicht ermittelt werden. „Vielleicht ist uns Fortuna ja wieder hold“, sagt Andrea Gieseker. Beim Großen Weihnachtspreisausschreiben 2021 hatten sie und ihr Vater doppelt Glück: Josef Reichelt ist seitdem Besitzer eines praktischen Rucksacks, und seine Tochter freute sich über eine geräumige Einkaufstasche von Reisenthel. „Da passt richtig viel rein“, sagt Andrea Gieseker. „Ohne die gehe ich inzwischen gar nicht mehr in den Supermarkt.“

Natürlich spekulieren die beiden „Glocke“-Leser auf einen der zehn Hauptpreise. Vor allem auf die Reise für zwei Personen nach Schweden haben sie es abgesehen. „Sollte die einer von uns gewinnen, fahren wir gemeinsam dorthin“, sagt Andrea Gieseker. „Denn dort war bisher keiner von uns.“ Zuhause bleiben müssten dann allerdings ihr Ehemann Gerd und die beiden erwachsenen Töchter. „Aber das würden sie verkraften“, erklärt die Neuenkirchenerin.

Andrea Gieseker lebt mit ihrer Familie im selben Haus wie ihr Vater. „Eigentlich würde für uns also eine Tageszeitung reichen“, sagt sie. Trotzdem gibt es seit Jahrzehnten zwei „Glocke“-Abonnements. Aus gutem Grund: „Mein Vater liest die Zeitung gerne von vorne, mein Mann und ich fangen in der Regel von hinten an. Denn dort befindet sich meistens der Lokalteil für Rietberg, der uns besonders interessiert.“ Die zwei Exemplare, die Tag für Tag zuverlässig morgens im Postkasten stecken, haben also einen entscheidenden Vorteil: „Wir kommen uns beim Lesen nicht in die Quere“, betont Josef Gieseker und lacht.

Doppelgewinn: Im vergangenen Jahr hatten Josef Reichelt und seine Tochter Andrea Gieseker beim Großen Weihnachtspreisausschreiben der „Glocke“ auf ihrer Seite. Der 91-Jährige gewann einen Rucksack, die 61-Jährige eine Einkaufstasche.Jedes Jahr im November, wenn sich eine Woche lang täglich das Glöckchen-Symbol im redaktionellen Teil versteckt, macht sich das Doppel-Abbonement im Hause Reichelt/Gieseker übrigens besonders bezahlt: „Wir können zwei Lösungsabschnitte einsenden und damit unsere Gewinnchance verzweifachen“, erklärt Andrea Gieseker.

„Der Spaß am Suchen steht im Vordergrund“

Diese Strategie ist beim Großen Weihnachtspreisausschreiben im vergangenen Jahr bestens aufgegangen. Davor haben Vater und Tochter allerdings nie etwas gewonnen. „Aber das ist nicht schlimm“, sagt Josef Reichelt. „Für uns steht der Spaß am Suchen des Glöckchens im Vordergrund.“ Und seine Tochter Andrea ergänzt: „Wenn das Preisausschreiben in der ,Glocke‘ beginnt, ist Weihnachten nicht mehr weit. Dann steigt die Vorfreude auf die besinnliche Zeit im Kreis der Familie.“

Apropos: „Die Glocke“ gehört für die Bewohner des schmucken Eigenheims am Neuenkirchener Holtkamp irgendwie mit zur Familie. „Ohne sie würde morgens beim Frühstück wirklich etwas fehlen“, sagt Josef Reichelt. Ihr Abonnement schlossen er und seine vor 14 Jahren verstorbene Ehefrau Else unmittelbar nach der Hochzeit ab. Das ist inzwischen fast sieben Jahrzehnte her.

Rentner hat das Glöckchen bis jetzt noch immer gefunden

Dass Josef Reichelt das Glöckchen-Symbol jeden Morgen in Windeseile entdeckt, hat sich im Verwandten- und Freundeskreis längst herumgesprochen. Denn so viel Glück beim Finden hat nicht jeder. „Es kommt schon mal vor, dass mich Freunde oder Verwandte anrufen oder per Whats App anschreiben und mich fragen, ob unser Großvater schon das Glöckchen gefunden hat“, berichtet Andrea Gieseker. „Klar hat er das“, schreibt sie dann in aller Regel zurück – verbunden mit einem lieb gemeinten Hinweis, auf welcher Zeitungsseite sich das Suchen an jenem Tag ganz besonders lohnen könnte.

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