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Rietberg

Grüne starten Tempo-30-Kampagne

Rietberg (ssn) - Wenn es der Gesetzgeber nicht richtet, muss eben eine andere Lösung her: Nach diesem Motto gehen die Grünen nun das Thema „Tempo 30 in den Ortschaften“ erneut an - und nehmen dabei gezielt die Bürger in den Blick.

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Gehen mit klarem Signal voran für freiwillig Tempo 30 in geschlossener Ortslage: (v. l.) Gabi Siepen, Konrad Schürhoff, Rabea Beckert und Hans-Dieter Vormittag von den Rietberger Grünen. Foto:

Sie sollen im Straßenverkehr freiwillig auf die Bremse treten. Und so mehr Lebensqualität und Sicherheit für alle schaffen. „50 Kilometer pro Stunde ist lediglich die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Niemand zwingt uns, so schnell zu fahren“, sagt Fraktionsvorsitzender Hans-Dieter Vormittag und setzt nach: „Je mehr sich der Kampagne anschließen, desto wirksamer wird sie.“

Aufkleber fürs Auto entworfen

Um den Vorstoß, der nicht nur Aggression und Stress auf den Straßen herausnehmen, sondern auch dauerhaft die Luftqualität verbessern soll, sichtbar nach außen zu tragen, hat die Umweltpartei Aufkleber fürs Auto entworfen. „Es gibt sie speziell für Mastholte und Neuenkirchen, wo das Thema den Anwohnern nach wie vor extrem auf den Nägeln brennt, sowie in einer neutralen Variante für alle Ortsteile“, erklärt Initiatorin und Ratsfrau Gabi Siepen. Auf das eigene Logo habe man bewusst verzichtet. Schließlich solle der Initiative keine politische Gesinnung im Weg stehen.

Geordert werden können die Sticker kostenlos per E-Mail an info@gruene-rietberg.de. 600 Stück umfasst die Erstauflage. Weitere Exemplare können produziert werden, nimmt die Aktion wie erhofft Fahrt auf. Wer mag, kann ebenfalls auf die Druckvorlagen zurückgreifen, die die Grünen auf ihrer Internetseite bereitstellen. „Wir laden alle Vereine, Gewerbetreibenden, Parteien und natürlich den örtlichen Einzelhandel ein, die Aufkleber für ihre Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen, individuelle Exemplare – gern auch mit eigenem Logo – zu gestalten, und so der Kampagne zum Erfolg zu verhelfen“, unterstreicht Vormittag.

„So lange wollen wir nicht warten“

Im Sommer hatten die Grünen beantragt, die Tempo-30-Begrenzung vor dem David-Kindergarten an der Langen Straße in Neuenkirchen sowie den geschwindigkeitsreduzierten Bereich auf Höhe der Rudolf-Bracht-Schule an der Lippstädter Straße in Mastholte auf die gesetzlich möglichen 300 Meter auszuweiten. Aus letztgenannter Forderung sollte mittelfristig ein Tempo-30-Gebot für die gesamte Mastholter Ortsdurchfahrt erwachsen.

Der Vorstoß für Neuenkirchen mobilisierte auch die Fraktionen von CDU – sie hatte im Juni die Vorlage für den Grünen-Antrag geliefert – FWG und SPD. Der seltene Schulterschluss indessen scheiterte an den Regeln der Straßenverkehrsordnung. „Bis sich dort etwas ändert, können Jahre vergehen. So lange wollen wir nicht warten“, gibt sich Gabi Siepen kämpferisch.

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