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Rietberg

Lkw-Fahrer sitzt 31 Stunden am Steuer

Rietberg (gl)

Der Verkehrsdienst der Polizei Gütersloh hat am Donnerstagabend auf der Delbrücker Straße (B 64) in Rietberg den Schwerverkehr kontrolliert. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass es immer wieder zu eklatanten Regelwidrigkeiten kommt. Ein Fahrer war 31 Stunden am Stück unterwegs.

Die Polizei hat auf der Bundesstraße 64 in Rietberg Lastwagen kontrolliert - und dabei zum Teil eklatante Verstöße festgestellt.

Die Beamten stellten bei einem 39-jährigen Sattelzugfahrer aus Schweinfurt Verstöße gegen die Sozialvorschriften sowie gegen das Arbeitszeitgesetz fest. In einem Fall wurde die höchstzulässige Tageslenkzeit von zehn Stunden um mehr als drei Stunden überschritten.

Gespanne häufig überladen

Die vorgeschriebene Ruhephase von neun Stunden hatte der Mann zudem um knapp dreieinhalb Stunden verkürzt. Zu allem Überfluss lag das zulässige Ladungsgewicht von 40 000 Kilogramm bei ihm um 1800 Kilogramm über dem Soll. Gegen den 39-Jährigen sowie einen Speditionsverkehrsleiter des Unternehmens wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Ein Fuhrunternehmer (70) aus dem Kreis Gütersloh fiel der Polizei auf der B 64 zwischen Rheda-Wiedenbrück und Rietberg auf: Bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde war er – nach Abzug der Toleranz von sechs km/h – um immer noch 16 km/h zu schnell unterwegs. Dafür werde er ein Bußgeld von 70 Euro zahlen müssen und erhalte darüber hinaus einen Punkt in Flensburg, teilt die Polizei mit.

Teils gravierende Verstöße

In Rietberg stellte die Behörde eine weitere Überladung fest, diesmal bei einem Lkw-Zug. Beim Wiegen der Fahrzeugkombination bestätigte sich, dass das zulässige Gesamtgewicht von 40 000 Kilogramm vorsätzlich um 1940 Kilogramm überschritten worden war. „Gravierend waren zudem 43 weitere Verstöße nach dem Fahrpersonalgesetz, die der Unternehmer begangen hat“, heißt es in der Pressemitteilung. Unter anderem sei die erlaubte Tageslenkzeit deutlich ausgedehnt worden. Statt zehn war der Fahrer tatsächlich 31 Stunden am Stück mit dem Lkw-Gespann unterwegs. Diesen schwerwiegenden Verstoß im Güterverkehr wird der Mann mit einem vierstelligen Bußgeldbetrag löhnen müssen.

Kontrollen werden fortgesetzt

Abschließend teilt die Polizei mit, dass die Lkw-Kontrollen im Kreis Gütersloh „konsequent und regelmäßig“ fortgesetzt werden.

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