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Betriebs-Kita in Varensell – Bürgerverein Bokel baut in die Höhe

Mehr Kinder, mehr Gruppen

Rietberg (WB). Von wegen, die Deutschen sterben aus. Allerorts besteht rege Nachfrage, was Kindergarten- und Kitaplätze angeht. In Rietberg gibt es große Lösungen – beispielsweise den Bau der neuen AWO-Einrichtung an der Stennerlandstraße –, aber auch kleine, wie am Donnerstag in der Sitzung des Schul- und Sozialausschusses deutlich wurde.

Stefan Lind

Die Nachfrage nach Kindergarten- und Kita-Plätzen steigt in Rietberg stetig. Zwei neue Projekte sind jetzt im Fachausschuss vorgestellt worden. Foto: dpa

Es gibt viele Möglichkeiten, neue Gruppen einzurichten, in Varensell ist derzeit sogar eine Premiere zu besichtigen. Da kümmert sich die Firma Ferdinand Stükerjürgen um die Eröffnung einer Kindertagesstätte für die Betreuung des Nachwuchs der eigenen Betriebsangehörigen. Aber, das machte Christian Vorderbrüggen, Prokurist der planenden und bauausführenden Firma Vorderbrüggen in seinem Vortrag deutlich, es seien auch Jungen und Mädchen willkommen, deren Eltern nichts mit dem Unternehmen zu tun hätten. Eine Kita-Gruppe soll in einem vorhandenen Gebäudekomplex entstehen, der eigens umfassend umgebaut wird; sieben Kinder Ü 3 und sieben Kinder U3 finden auf 222 Quadratmeter Fläche Platz. Ein großer Garten steht als Spielfläche zur Verfügung. Im Zuge der Komplettsanierung kommen eine Kantine und zwei Wohnungen für Firmenmitarbeiter hinzu.

Träger der neuen Kita ist das Rote Kreuz

Die Trägerschaft übernimmt der DRK-Ortsverein Rietberg, der die Einrichtung als Außenstelle der Kita Lummerland führen wird. Geld fließt vom Jugendamt des Kreises, den übrigen Trägeranteil teilen sich die Stadt Rietberg und die Firma Stükerjürgen. Wilfried Dörhoff, Leiter der Abteilung Jugend, Soziales und Wohnen im Rathaus, trat Befürchtungen entgegen, Kinder von Stükerjürgen-Leuten könnten bei der Vergabe von Plätzen bevorzugt werden: »Die Kita wird behandelt wie jede andere öffentliche Einrichtung.« Das betonte auch Christian Vorderbrüggen. Sollten mehr Kinder als erwartet von Firmenmitarbeitern angemeldet werden, gebe es einen Puffer: »Wir können bis zu 18 Jungen und Mädchen aufnehmen.« Es könne also nicht geschehen, dass ein Kind aus Varensell oder Neuenkirchen nach einem Jahr in der Kita plötzlich seinen Platz wieder verliere.

Auch in Bokel tut sich etwas, wie Christiane Burghardt. Vorsitzende des Bürgervereins, erläuterte. Dort gibt es in der Kita seit kurzem vier statt bisher drei Gruppen, allerdings sind die 20 neuen Kinder bislang provisorisch in der Turnhalle untergebracht. Das soll sich bald ändern, denn das Gebäude wird nach oben hin erweitert. Das Projekt in Holzrahmenbauweise kostet 235 000 Euro. Die Erweiterung wurde nötig, so die Vorsitzende, »weil wir für dieses Kindergartenjahr so viele Anmeldungen hatten, dass wir 15 Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren, alle aus Bokel, eine Absage hätten erteilen müssen.« Aktuell werden in der Kita 76 Jungen und Mädchen im Alter von 1 bis 6 Jahren betreut. Der Bürgerverein Bokel ist in vielen Bereichen tätig. Die Mitglieder organisieren zum Beispiel auch die Randstundenbetreuung an der Grundschule im Ortsteil.

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