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Pläne präsentiert: Ortsbildverschönerung in Neuenkirchen geht weiter

Mehr Natur rund um den Dorfgraben

Rietberg-Neuenkirchen (WB/pkb). Stadlers Gärtchen war nur der Anfang – Neuenkirchen wird sein Gesicht gewaltig verändern. Es geht weiter in Sachen Ortsbildverschönerung in einem langen Prozess, für den soeben ein weiterer Schritt getan worden ist.

Der Neuenkirchener Kirchplatz ist kein Schmuckstück: alte Betonsitzgelegenheiten, leere Beete, die Aufenthaltsqualität geht nahe Null. Foto: Petra Blöß

Im Bau- und Planungsausschuss legte Landschaftsarchitekt Matthias Wolf vor, was sein Büro Freiraumplanung als allererste Konzeptidee entwickelt hat für die Verschönerung des Kirchplatzes, den Pfarrgarten und den Dorfgraben. Die Entwürfe zeigen die Schwachstellen auf und sehen Verbesserungen vor, die dem Kern des Wapelortes einen gemütlichen dörflichen Stempel aufdrücken werden.

Gerade das Gelände rund um das Gotteshaus ist vielen Bürgern schon lange der sprichwörtliche Dorn im Auge; alte Betonsitzgelegenheiten mit dem Charme der 70er, leere Beete, die Aufenthaltsqualität geht nahe Null. Das soll sich ändern, durch andere Bepflanzung, durch den einen oder anderen Baum und natürlich Sitzmöglichkeiten, die der Moderne entsprechen.

Umbau kostet 1,17 Millionen Euro

Ein fast verborgenes Kleinod ist die historische Mauer mit ihren eingelassenen Häuschen, in denen die Stationen des Kreuzweges zu sehen sind. Sie soll erhalten bleiben und saniert werden. Die Abrissbirne dagegen droht dem historischen Fachwerkhaus am Kirchplatz, in dem zuletzt ein Schlecker-Markt war. Das Gebäude ist im Besitz der Stadt und nicht als erhaltenswert oder denkmalgeschützt eingestuft. Das sieht der frühere Besitzer der Immobilie Wolfgang Körkemeier anders. Er macht sich jetzt für eine Unterschutzstellung stark.

Dem Vorbild von Stadlers Garten entsprechend soll der Dorfgraben da wo möglich freigelegt und mit neuen Ufereinfassungen versehen werden. Zwischen der Volksbank und der Ringstraße – und damit unmittelbar neben dem Kolpinghaus und dem Pfarrhaus gelegen – könnte eine Symbiose aus Bachlauf und kleinem Park mit neuen Bepflanzungen entstehen. Noch sind die Planungen in der Vorstufe. Fest stehen aber schon die Kosten: 1,17 Millionen Euro, gefördert mit 820 000 Euro vom Land , der Rest ist von der Stadt und der Kirchengemeinde aufzubringen. Mit einer Realisierung wird im Jahr 2018 gerechnet.

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