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Rietberg

Papierlose Ratsarbeit rückt näher

Rietberg (ssn) - Während andere Kommunalparlamente im Kreis - darunter zählt selbst Langenberg als kleinste Gemeinde - längst digital unterwegs sind, wird in Rietberg noch Papier gewälzt. In der neuen Legislaturperiode soll nun jedoch der Schritt in die technische Gegenwart gelingen.

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„iPads für alle“: Die Fraktionen im Rietberger Rat haben angeregt, den politischen Vertretern mit städtischer Unterstützung Tablets zukommen zu lassen. Die Stadt schlägt vor, einen einmaligen Zuschuss für das Gerät zu gewähren. Foto:

Die Fraktionen haben angeregt, den politischen Vertretern mit städtischer Unterstützung Tablets zukommen zu lassen. Tatsache ist: Schon heute verfolgen viele Mandatsträger papierlos die Sitzungen – sie bringen schlicht ihr eigenes Gerät mit. Zuschüsse für die Anschaffung eines solchen gab es bislang nicht. Exemplare, die von der Verwaltung zur Verfügung gestellt werden: ebenfalls Fehlanzeige.

Stadt begrüßt Vorstoß

Der Vorschlag aus den Reihen der Politik stößt bei der Stadt durchaus auf offene Ohren. Die Ausstattung aller Ratsmitglieder sowie eventuell auch der Sachkundigen Bürger mit einem Tablet sei wünschenswert, hält die Emskommune in ihrer Mitteilungsvorlage zur letzten Ratssitzung des Jahres fest. Die Geräte seien überdies für die Gremienarbeit geeigneter als Notebooks, denn dank ihres geringen Gewichts und ihrer handlichen Größe könnten sie problemlos in einer Tasche transportiert werden.

Weiterer Pluspunkt: „Das Potenzial von Tablets besteht in der Verknüpfung von Audio-, Bild-, Text- und Videomaterial per Fingertipp – egal ob zu Recherchezwecken oder um eine Präsentation beziehungsweise eine Dokumentation zu erstellen.“ Die notwendige Verbindung zum Internet garantiere das Wlan-Netzwerk im Ratssaal und an den anderen Sitzungsorten.

Zuschuss angekündigt

Entscheiden müssen die Fraktionen nun, ob lediglich die Ratsmitglieder oder auch die Sachkundigen Bürger versorgt werden sollen. Grundsätzlich schlägt die Stadt vor, einen einmaligen Zuschuss für das Gerät zu gewähren, wobei der Kauf privat erfolgt. Die Kosten für ein neues Tablet schätzt die Verwaltung auf 500 bis 1200 Euro, abhängig von Gerätetyp, Ausstattung und Zubehör.

Diskussion möglichst vermeiden

Bürgermeister Andreas Sunder bat in der Ratssitzung darum, angesichts der angespannten Corona-Lage Diskussionen wenn möglich zu vermeiden. Er verwies den Abstimmungsprozess über die Tablet-Frage daher in die Fraktionen. Sie sollen sich untereinander besprechen und der Verwaltung anschließend den gewünschten Realisierungsweg mitteilen. In einer der nächsten Sitzungen soll dann dieser Konsens formal zur Abstimmung gebracht werden.

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