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Rietberg

Platz für Fahrzeuge und Blutspenden

Rietberg-Mastholte (ji) - Als „Win-Win-Situation“ beschreibt Dieter Nowak, Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Rietberg den Umzug der Mastholter Gemeinschaft in das ehemalige Feuerwehrgerätehaus des Ortsteils. Davon profitierten Stadt und DRK gleichermaßen, sagt er.

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Bis Herbst vergangenen Jahres war die Zentrale des DRK Mastholte mit Schulungs- und Versammlungsräumen im Obergeschoss der DRK-Kita „Mini-Max“ an der Stuckemeyerstraße untergebracht. Der Nachteil: „Die Kita liegt mitten in einem Wohngebiet, es gab dort keine Stellplätze für unsere Fahrzeuge“, erläutert Christian Tanger, stellvertretender Leiter der DRK-Gemeinschaft Mastholte.

Alter Standort ohne Stellplatz für Fahrzeuge

Die DRK-Wagen waren derweil rund vier Kilometer entfernt, im Mastholter Gewerbegebiet an der Langenberger Straße, geparkt. Wurde zum Einsatz gerufen, mussten die Ehrenamtlichen sich also im Kita-Obergeschoss umziehen und dann mit ihren privaten Pkws zum Standort der Einsatzwagen fahren.

Jetzt ist es einfacher: In den Garagen des neuen Domizils an der Brandstraße, dem einstigen Feuerwehrgerätehaus, sind jetzt die drei Wagen der Gemeinschaft untergebracht. Die Kabinen, in denen die Kleidung aller Mitglieder lagert, ist direkt nebenan. Wird zum Einsatz gerufen, kann es jetzt vom neuen Ort aus noch schneller losgehen als zuvor. Regelmäßig rücken ehrenamtliche Sanitäter zu Unfällen aus, um vor Ort zu unterstützen.

Zwei neue Kita-Gruppen, 40 weitere Plätze

Der Auszug aus dem Kindergartengebäude war nötig geworden, weil die Einrichtung sich vergrößern soll: Zwei neue Gruppen, und damit 40 weitere Betreuungsplätze sollen im Obergeschoss entstehen. Für die Räume des DRK Mastholte musste die Stadt Rietberg eine neue Immobilie finden.

Vom DRK-Umzug in das Feuerwehrgerätehaus, das seit dem Neubau an der Lippstädter Straße ungenutzt war, profitieren jetzt Stadt und DRK: Der Platz für die Mitglieder hat sich vergrößert, und die Stadt Rietberg freut sich über die Erweiterung des Kindergartens.

Erste Blutspende am 3. Juni

Im Obergeschoss sei es dort teils schwierig geworden, Blutspende-Termine durchzuführen. In der jetzigen Immobilie wird das besser möglich sein: In den großflächigen Garagen an der Brandstraße soll zum kommenden Termin am Mittwoch, 3. Juni, von 15.30 Uhr bis 20.30 Uhr der Aderlass stattfinden.

Aufnahmen und Untersuchungen werden im neuen Versammlungsraum im Gebäude durchgeführt. Ein Zusammensitzen nach der Spende ist coronabedingt nicht möglich, es gibt aber ein Lunch-Paket.

Umkleiden und Damen-Toilette errichtet

„Es gab Einiges zu tun“, blickt der Rietberger DRK-Vorsitzende Dieter Nowak auf den Herbst im Jahr 2019 zurück, als die Mastholter Feuerwehr an die Lippstädter Straße umgezogen war und man an der Brandstraße mit den Renovierungsarbeiten beginnen konnte: Bei den Sanitäranlagen und in der Küche waren Umbrucharbeiten nötig: So habe es im Gebäude etwa keine Damen-Toiletten gegeben, schildert Nowak. Diese habe man am Platz eines ehemaligen Werkraums neu errichtet.

Auch die vorhandene Teeküche hätte nicht gereicht. So habe man sie vergrößert und etwa mit einer Industrie-Spülmaschine ausgestattet. Neu entstanden seien auch Umkleiden – alles durch die Arbeit der Mastholter DRK-Gemeinschaft.

Umbau in Eigenregie

Die Stadt habe das Material gestellt, die Arbeiten hätten die Mitglieder größtenteils in Eigenregie verrichtet, sagt Nowak. Am Wochenende soll der Umzug an die Brandstraße offiziell abgeschlossen werden. Das bedeutet auch den Startschuss für den Bau der Kindergarten-Räume an der Stuckemeyerstraße.

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