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Gartenschaupark: Zauberelfe kann Regenwetter nicht verhindern

Riesendrachen zum Knuddeln

Rietberg (WB). Wenn in neun Monaten in Rietberg ganz viele Babys auf die Welt kommen, kann das einen guten Grund haben – aber nicht das schlechte Wetter ist schuld.

Petra Blöß

Mit ihren Zauberflügeln berührt Elfe Klara Phyll den Drachen Fangdorn. Hoffentlich wird der nicht auch schwanger. Foto: Petra Blöß

Nein, Zauberelfe Klara Phyll hat jetzt beim Drachenfest im Klimapark Frauen mit dem Zauberflügel berührt, und das, so ließ ihr Freund, der Faun Herr Blüterich, sein Publikum wissen, führe automatisch zu Schwangerschaften.

Außerdem: Wenn die zarte Klara die Kinder berührt, dann wachsen die. Überprüft werden kann das beim nächsten Drachenfest 2020, so es denn in zwölf Monaten in Rietberg noch einmal eine Neuauflage geben sollte.

Faun und Elfe und natürlich auch ihr liebenswerter Riesendrache namens Fangdorn sind überall in der Republik Publikumsmagneten – auch seit Jahren schon beim Rietberger Drachenfest. Eigens ihretwegen kommen Familien, um die meist neu einstudierte Show zu sehen. Dieses Mal wiederholte sich das eine oder andere, sprich: Wie 2018 wollte Räuber Hubi schussgewaltig an den Goldschatz, doch wie es sich gehört, das skurrile Trio aus dem Elfenwald behielt die Oberhand.

Wunderbar kindgerecht traten einmal mehr die Akteure des Federgeist-Theaters zwischen Sonnenhaus und Solartracker auf.

Da ging es um »Kindlingen« und »Verwachsenen«, um Fantasie und Einfühlungsvermögen für die Kinder, die gespannt mitfieberten und Fangdorn, den Riesendrachen, zehn Meter lang, drei Meter hoch, schlichtweg zum Knuddeln süß fanden, selbst wenn er zwischendurch Rauchschwaden und Feuer in den grauen Oktoberhimmel sandte.

Natürlich, die Show allein füllte nicht das ganze Fest, dafür hatten der Gartenschaupark und seine Mitstreiter viel mehr auf die Beine gestellt. Beliebt wie immer: Stockbrot backen am offenen Feuer, gerade auch angesichts der kalten Temperaturen. Die örtlichen Stadtwerke informierten nicht nur über ihr Angebot, sondern teilten reichlich Popcorn aus, am Stand der Stadt wartete die Stelzen-Klima-Erde, eine Firma war mit einem Luftkissendrachen angereist, und die Klimapark-Partnerfamilie Schierl hatte einen Habicht mitgebracht, der ansonsten mit auf der Jagd unterwegs ist.

Ein Tag, der weitaus besseres Wetter verdient gehabt hätte.

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