1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Rietberg
  6. >
  7. Rietberger Verein startet Hilfstransport in Flutgebiete

  8. >

Rietberg

Rietberger Verein startet Hilfstransport in Flutgebiete

Rietberg (ew)

An Bord haben die Aktiven um Georg Winkler 18 Tonnen an Heu-, Stroh- und Siloballen, die sie nach Stollberg, Zülpich und Euskirchen bringen.

Stellten den fünften Hilfstransport des Rietberger Vereins „Familien in Not“ zusammen: (v. l.) Vorsitzender Georg Winkler, Stefan Gornikiewicz (Halle), Landwirt Georg Lübbert (Mastholte) und Alfons Hökenschnieder (Rietberg).

Rietberg (ew) - Der Rietberger Verein „Familien in Not“ hat am Mittwoch seinen inzwischen fünften Hilfstransport in die Flutgebiete im Ahrtal und in der Eifel gestartet. Am Steuer des Lkw der heimischen Firma Lüning sitzt der Vereinsvorsitzende Georg Winkler. Der vom Gütersloher Thomas Eustergerling zur Verfügung gestellte Auflieger ist mit 18 Tonnen Futtermittel für die Landwirte vor Ort beladen.

Auch weiterhin Futterspenden benötigt

Auch weiterhin werde dringend Futter für die Tiere der Landwirte benötigt, die von dem Hochwasser, das die Menschen in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli heimgesucht hat, äußerst stark geschädigt worden seien, sagen Winkler und Stefan Gornikiewicz aus Halle. Beide sind seit Monaten unermüdlich bei den Betroffenen im ehrenamtlichen Einsatz. Als Mitglieder des Helferteams von „Familien in Not“ unterstützen sie Flutgeschädigte in jeder ihnen möglichen Form. 

Bei ihrer Arbeit erleben sie auch die extreme Notlage von Landwirten, die unter anderem sämtliche Futtervorräte für ihre Tiere verloren haben und jetzt vor dem Nichts stehen. In Zusammenarbeit mit Mitgliedern der beiden Landwirtschaftlichen Ortsverbände Mastholte und Rietberg wurden bisher vier Hilfstransporte mit dem kostbaren Gut durchgeführt. Mit der fünften Lieferung bringt Georg Winkler nun 18 Tonnen an Heu-, Stroh- und Siloballen nach Stollberg, Zülpich und Euskirchen. 

Lücken mit Kartoffelsäcken ausgefüllt

„Alle noch offenen Lücken auf dem Auflieger haben wir zudem mit Kartoffelsäcken ausgefüllt, denn die Knollen werden nach der Schließung der offiziellen Helferpunkte für die Versorgung der Bevölkerung dringend benötigt“, weiß der Vorsitzende aus Erfahrungen, die er bei seiner bereits seit Monaten anhaltenden Helfertätigkeit im Katastrophengebiet rund um Swisstal-Odendorf gesammelt hat. So kennt er die grenzenlose Not und die Schicksale der Menschen vor Ort. Aufgrund der chaotischen Zustände bei den Behörden vertrauten die Betroffenen inzwischen nur noch den Ehrenamtlichen, erklärt er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Startseite
ANZEIGE