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Rietberger CDU steht plötzlich ohne Bürgermeister-Kandidat da

Schiwiaka zieht Kandidatur zurück

Rietberg (WB/mdel). Paukenschlag im Rietberger Bürgermeister-Wahlkampf. Der vom CDU-Vorstand nominierte Bewerber Christian Schiwiaka hat seine Kandidatur völlig überraschend zurückgezogen. »Persönliche Gründe« hätten ihn zu diesem Schritt bewogen, teilt der 49-Jährige mit. Amtsinhaber Andreas Sunder (FWG) könnte damit am 16. September als einziger Kandidat ins Rennen gehen.

Anfang April stellten Bernhard Altehülshorst (links) und Marco Talarico (rechts) den Wahl-Rietberger Christian Schiwiaka als Bürgermeister-Kandidaten vor. Keine zwei Monate später verzichtet der 49-Jährige auf die Kandidatur. Foto: Stefan Lind

CDU-Vorstand und -Fraktion hat die jüngste Entwicklung kalt erwischt. Schiwiaka sollte eigentlich am Dienstag von den Parteimitgliedern endgültig als Kandidat nominiert werden. Diese Wahl ist nun hinfällig. Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Christian Brockschnieder, will den Termin deshalb nutzen, um die Mitglieder über die neue Situation zu informieren. Aus seiner Sicht kommt jetzt nicht mehr in Betracht, einen anderen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl zu benennen.

Schiwiaka betont, er habe die Entscheidung schweren Herzens getroffen: „Nachdem ich die Rahmenbedingungen meines privaten und beruflichen Umfelds neu bewertet habe, bin ich zu der Entscheidung gekommen, meine Kandidatur nicht weiter aufrecht erhalten zu können. Das tut mir leid für die engagierten Mitstreiter der CDU und dass ich die in mich gesetzten Erwartungen nicht erfüllen kann.“

»Wir wollen keinen Zählkandidaten stellen«

Christian Brockschnieder bedauert den Schritt des 49-Jährigen, der erst Anfang April als Bürgermeister-Kandidat vorgestellt worden war: »Christian Schiwiaka wäre ein Fachmann fürs Rathaus gewesen. Sein Rückzug ist bedauerlich und schade für den politisch-demokratischen Wettbewerb in Rietberg. Denn nun haben wir nach aktuellem Stand mit Amtsinhaber Sunder nur noch einen Bewerber für den Bürgermeisterposten.«“

Fraktionschef Marco Talarico ist ebenfalls enttäuscht: »Aus der Bürgerschaft hatten die CDU-Fraktionsmitglieder in den vergangenen Monaten einen klaren Wunsch wahrgenommen, dass eine Alternative zum Amtsinhaber bei der Bürgermeisterwahl gefordert ist. Für uns Christdemokraten war aber auch immer klar, dass wir nicht einen Zählkandidaten stellen wollen, sondern ein CDU-Bewerber eine realistische Erfolgschance haben muss. Daher empfiehlt auch die Fraktion den CDU-Mitgliedern, auf eine Kandidatennominierung zu verzichten.«

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