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Türenhersteller HGM an der Brandstraße in Rietberg-Mastholte betroffen

Schneelast führt zu Dacheinsturz

Rietberg-Mastholte (ei) - Vermutlich aufgrund der Schneelast ist am Samstagabend auf einer Fläche von 600 Quadratmetern das Dach einer Halle des Türenherstellers HGM an der Brandstraße in Mastholte eingestürzt. Feuerwehr und Rettungsdiente waren stundenlang im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

Aufgrund der Schneelast ist ein Teil des Hallendachs der Firma HGM im Rietberger Stadtteil Mastholte eingebrochen. Niemand wurde verletzt. Foto:

Den ganzen Sonntag über waren Arbeiter damit beschäftigt, die Schneemassen vom Dach zu entfernen. Für die Schneebeseitigung wurden unter anderem zwei Autokräne (100 und 130 Tonnen) eingesetzt, von deren Korb aus die Arbeiter die weiße Pracht in Container schüppten. Sie wurden mit einem speziellen Geschirr gesichert, um möglicherweise bei einem weiteren Einsturz nicht gefährdet zu werden.

Zentimeterdicke Eisschicht am Boden

Gegen 18.15 Uhr waren am Samstag die Löschzüge Mastholte und Rietberg an die Brandstraße entsandt worden, weil die Meldeanlage des Türenherstellers ausgelöst hatte. Der Grund fand sich schnell: Durch das herabgestürzte Dach waren auch die Wasserleitungen beschädigt worden, in dem System gab es in der Folge einen Druckabfall.

Das Wasser ergoss sich an der nördlichen Seite des Gebäudeensembles auf dem Asphalt und bildete binnen Sekunden eine zentimeterdicke Eisschicht. Während die Feuerwehrleute aufgrund dieser Ausnahmesituation zunächst zur Untätigkeit verdammt waren, wurde das Technische Hilfswerk Gütersloh nachalarmiert. Die 25 Helfer hatten vor allem die Aufgabe, die nächtliche Einsatzstelle auszuleuchten um beispielsweise Unfälle durch Stürze zu vermeiden.

Schaden geht in die Millionen

„Zwar sind nur etwa ein Prozent der Dachfläche unserer insgesamt 60 000 Quadratmeter Werkhallen eingestürzt, doch darunter stehen wertvolle Maschinen, die im Produktionsablauf wichtig sind. Der Schaden dürfte in die Millionen gehen“, berichtete vor Ort Dietmar Holtkemper als Geschäftsführer der Grauthoff Gewerbeimmobilien GmbH & Co. KG. Der ehrenamtliche Kreisbrandmeister koordinierte die Arbeiten der rund 30 Feuerwehrleute, 25 THW-Helfer sowie der Kräfte verschiedener Spezialfirmen.

Keine Verletzten

Da wegen des Wochenendes der Betrieb in den Produktionsstätten ruhte, befanden sich zum Zeitpunkt des Dacheinsturzes keine Mitarbeiter in dem betreffenden Hallenabschnitt. Folglich wurde niemand verletzt.

Arbeitsreiches Wochenende für Einsatzkräfte

Insbesondere für die Feuerwehrleute der Emsstadt waren die vergangenen Tage äußerst arbeitsintensiv. Am Samstagmorgen rückten die Löschzüge Rietberg und Mastholte zwischen 6.10 und 8.20 Uhr gleich zwei Mal zu einem Lebensmittelunternehmen aus. Die Brandmeldeanlage hatte ausgelöst. Ein Feuer konnte von den Brandbekämpfern jedoch nicht festgestellt werden.

Gegen 13 Uhr kam es am Samstag dann zu einem Wasserrohrbruch am Berglageweg in Rietberg. Der Löschzug Rietberg sperrte den überfluteten Bereich ab. Anschließend wurden die Abflusskanäle für das Wasser vom Schnee befreit. Während der Einsatz noch abgearbeitet wurde, kam 50 Minuten später der nächste Alarm: Eine Brandmeldeanlage in einem holzverarbeitenden Betrieb in Rietberg war nach einem Rohrbruch durch Platzen eines Sprinklers angesprungen. Drei Fahrzeuge des Löschzugs Rietberg sowie der gesamte Löschzug Mastholte waren dorthin ausgerückt.

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