1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Rietberg
  6. >
  7. Schützen Druffel freuen sich auf Hochfest zu Pfingsten

  8. >

Rietberg

Schützen Druffel freuen sich auf Hochfest zu Pfingsten

Rietberg

Bei der Hauptversammlung der St.-Johannes-Bruderschaft wurde Klaus Schnieder in seinem Amt als Brudermeister bestätigt.

Engagiert an der Spitze der Druffeler Schützen: (v. l.) Beisitzer Mario Pohlmann, stellvertretender Schriftführer Stefan Hansmeier, Schützenkönig Uwe Stenger, Präses Pastor Andreas Zander, Brudermeister Klaus Schnieder, erster Fahnenoffizier Ulrich Wittreck, Kassierer Manfred Knaup und Oberst Thomas Kofort.

Rietberg-Druffel (lalü) - Große Einmütigkeit hat bei der Hauptversammlung der Druffeler Schützen im Saal Wimmelbücker geherrscht. „In diesem Jahr wollen wir wieder richtig feiern können“, betonte Brudermeister Klaus Schnieder. Allein: Derzeit ist ein unbeschwertes Feiern ebenso wenig sicher wie die Teilnahme an der Zusammenkunft. Immer wieder hieß es in den Berichten von Vorstand und Abteilungen: „Er hat zwei Striche im Schnelltest“ oder „Er kann wegen Quarantäne heute nicht dabei sein.“ Eine uneingeschränkt positive Entschuldigung hatten derweil die Schießsportleiter, denn sie vertraten die Bruderschaft beim Wettkampf in Westerwiehe.

Thron grüßt von neuer Empore

Diese Abteilung mit aktuell 26 Aktiven litt 2021 genauso unter Corona-Beschränkungen wie das gesellige Vereinsleben. Einziger Höhepunkt mit beachtlicher Bilanz war seinerzeit der Martinsumzug zum Schützenplatz. Neben der guten Vorbereitung mit Martinsfeuer sowie Heiß- und Kaltgetränken lag das am stabilen Wetter. „So angenehm war es seit Jahrzehnten nicht mehr beim Umzug“, meinte Klaus Schnieder bei seinem Dank an die Helfer. Die Jungschützen konnten nur die Tannenbaumsammlung zur Entlastung des Dorfs durchführen. 

Auswirkungen hat die Pandemie nicht zuletzt auf die Bilanz des Vereins. 1122 Euro musste Kassierer Manfred Knaup mangels Festerträgen der Reserve entnehmen. Dafür steht der Druffeler Dorfgemeinschaft nun eine überwiegend mit öffentlichen Mitteln in Höhe von 10 600 Euro aus dem G8-Programm im Kreis für den ländlichen Raum finanzierte und von Schützen errichtete Empore zur Verfügung. Dort soll beim dreitägigen Hochfest zu Pfingsten der Thron im Mittelpunkt stehen. Andere Druffeler Vereine nutzen sie ebenfalls. 

Hutsammlung erbringt 560 Euro

Zum Jahresende zählte Manfred Knaup 596 zahlende Mitglieder. Die Bruderschaft verlor durch Austritte und Tod von 2020 auf 2021 rechnerisch 24 Mitstreiter. Beim Totengedenken erinnerte Schnieder besonders an den Druffeler Künstler Johannes Niemeier, dessen Schaffen den Werten der Bruderschaft eng verbunden war, sowie an Josef Drücker als jahrzehntelangen Aktivposten des Dorfs – unter anderem bei der Errichtung des Bürgerhauses. 

Die traditionelle Hutsammlung für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge erbrachte 560 Euro. Der Ertrag wird zur Hälfte für die Betreuung von Ukraine-Flüchtlingen in Rietberg an die Bürgerstiftung geleitet. Schnieder sprach der Versammlung aus dem Herzen, als er die Wichtigkeit der Spende für Kriegsgräber betonte: „Seit Putins Kriegsbeginn hat eine schreckliche neue Zeitrechnung begonnen. Unsere Gesellschaft und ihr Wohlstand werden massiv bedroht, besonders durch die extreme Rechte, die Putin unterstützt. Solche Haltungen spalten unserer Gemeinschaft und haben in unserer Bruderschaft und der Gesellschaft nichts zu suchen“, stellte er heraus.

Pastor Zander folgt auf Pastor Dröge

Wenige Veränderungen gab es nach dem Ablauf von Amtszeiten im Vorstandsteam der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Druffel. Neu gewählt wurde Ulrich Wittreck aus den Reihen der Fahnenoffiziere als erster Fahnenträger. Er folgt auf Bernhard Hollenbeck, der dem Vorstand als Beisitzer und zuletzt erster Fahnenoffizier insgesamt mehr als 30 Jahre angehörte. Brudermeister Klaus Schnieder dankte Hollenbeck für das vielfältige Engagement in verschiedenen Arbeitsbereichen. Ein Dank, den dieser indessen nicht persönlich hören konnte, da er krankheitsbedingt nicht anwesend war. Ausgeschieden ist auch Beisitzer Philipp Illing, der sich wegen eines Umzugs ins Rheinland nicht wieder zur Wahl gestellt hatte. Mario Pohlmann erhielt von der Hauptversammlung mit 42 von 74 Simmen in geheimer Wahl den Vertrauensbeweis. 

In offener und einhelliger Abstimmung bestätigten die Mitglieder Klaus Schnieder als Brudermeister. Erneut in ihre Ämter gewählt wurden gleichfalls der stellvertretende Oberst Ralf Kleibaumhüter, Kassierer Manfred Knaup, der stellvertretende Schriftführer Stefan Hansmeier und Beisitzer Thomas Siek. Neues Vorstandsmitglied ist Pastor Andreas Zander, der nun als Nachfolger von Pastor Antonius Dröge Präses der Bruderschaft ist.

Startseite
ANZEIGE