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Rietberg

Stadt rechnet mit mehr Briefwahlen

Rietberg (gl) - 24.000 Rietberger dürfen am 13. September bei der Kommunalwahl darüber abstimmen, wer künftig als Mitglied des Stadtrats über die Geschick mitentscheiden soll. Zwei weitere Stimmen hat jeder Bürger, um den Landrat sowie die Mitglieder des Kreistags zu wählen.

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Anders als in anderen Kommunen, steht der Bürgermeister in Rietberg nicht zur Wahl. Andreas Sunder war erst 2018 wiedergewählt worden, seine Amtszeit dauert bis 2025.

Mitwählen ab 16 Jahren

In den kommenden Tagen bekommen alle Wahlberechtigten ihre Wahlbenachrichtigung nach Hause geschickt. Ihre Stimme abgeben dürfen alle Deutschen und EU-Bürger ab 16 Jahren. Wer bis zum 24. August keine Benachrichtigung erhalten hat, der sollte sich im Wahlamt der Stadt Rietberg unter 05244/ 986212 melden.

Nach Stand von Mitte August sind 23 956 Bürger in Rietberg wahlberechtigt. Dazu zählen 2128 junge Leute, die zum ersten Mal in einer Kommunalwahl mitbestimmen dürfen.

Zahl der Briefwahlbezirke erhöht

Aufgrund der Folgen der Coronapandemie rechnet Wahlleiter Bürgermeister Andreas Sunder mit einem erhöhten Briefwahl-Aufkommen. Die Stadt hat deutlich mehr Briefwahlunterlagen geordert als in der Vergangenheit.

Auch die Zahl der Briefwahlbezirke ist um zwei auf nun sechs erhöht worden. Denn wer am 13. September verhindert ist oder aus anderen Gründen seine Stimme nicht persönlich vor Ort abgeben möchte, der kann schon jetzt die Briefwahl beantragen. Das geht mit dem Wahlscheinantrag auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung, oder dem dort aufgedruckten QR-Code. Auch online ist ein Antrag möglich; der Link dazu steht auf der Internetseite der Stadt Rietberg, www.rietberg.de. Mit dem Wahlscheinantrag können Bürger ihre Unterlagen zu den allgemeinen Öffnungszeiten auch direkt im Rathaus abholen und gleich dort ihre Stimme abgeben. Ein Wahlbüro ist im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes Rügenstraße 1 eingerichtet.

Einheitliches Hygienekonzept

Die Stadt Rietberg ist – wie bei der vergangenen Stadtratswahl vor sechs Jahren – in 19 Bezirke unterteilt. Für jeden steht am Sonntag, 13. September, ein Wahllokal in dem jeweiligen Stadtteil zur Verfügung. Für alle Lokale ist kreisweit ein einheitliches Hygienekonzept erstellt worden. Zugangsbeschränkung, Einbahnstraßensystem und Desinfektionsmittel im Wahllokal werden eingesetzt, damit im Hinblick auf das Covid-19-Virus keine besondere Infektionsgefahr für die Wähler besteht.

Ausreichend Kugelschreiber werden zur Verfügung gestellt und dürfen mit nach Hause genommen werden. Bei allen Vorsichtsmaßnahmen gilt: Alle Besucher müssen bei Betreten des Wahllokals eine Maske tragen.

Erfrischungsgeld erhöht

Um den Begegnungsverkehr zu entzerren, sind die vier Wahllokale in der Grundschule Neuenkirchen aufgeteilt worden: Zwei verbleiben in dieser Bildungsstätte, zwei werden sich erstmals in der benachbarten Martinschule befinden. Wer wohin gehen soll, ist auf der persönlichen Benachrichtigung vermerkt. In Varensell wird das Wahllokal wieder in der Grundschule sein. Eine neue Rampe garantiert dort, wie in allen anderen Wahllokalen auch, die Barrierefreiheit.

Am 13. September werden 200 Wahlhelfer im Einsatz sein, und sich für einen reibungslosen Ablauf einsetzen. Diese ehrenamtliche Aufgabe wird mit einem so genannten „Erfrischungsgeld“ von 60 Euro belohnt – der Bürgermeister hat die Summe jüngst um 10 Euro erhöht. Junge Menschen, die hier mitwirken möchten, können sich im Wahlamt der Stadt Rietberg unter 05244/ 986212 melden.

Akustische Stimmzettel

Am Wahlabend wird die Stadt eine sogenannte „Wahllobby“ anbieten, wo interessierte Bürger die Veröffentlichung der Ergebnisse verfolgen können – jedoch nicht wie gewohnt im Ratssaal im Alten Progymnasium. Das lassen die derzeitigen Coronaschutzbestimmungen nicht zu. Ein alternativer Ort wird derzeit noch abgestimmt.

Erstmals bietet die Stadt Rietberg einen akustischen Stimmzettel an, der Menschen mit Sehbehinderung die Wahl erleichtern soll. Für jeden Wahlbezirk hat die Stadt 0800er-Telefonnummern eingerichtet, unter denen Anrufer alle Stimmzettel des jeweiligen Wahlbezirks vorgelesen bekommen. Die passende Rufnummer erfahren Anrufer unter 0231/550 330 337 36. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen bietet dazu ein kostenloses Wahlhilfepaket mit einer CD, einer Schablone sowie Informationen und Hinweisen an. Dies kann man anfordern unter 0231/5575900 oder per E-Mail an info@bsvw.de. Für die Schablone sind die Stimmzettel an einer Ecke abgekantet.

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