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Rietberg

Stadt startet weitere Markterkundung

Rietberg (gl) - Die Stadt macht sich auf, auch die letzten weißen Flecken in der Rietberger Internetlandschaft zu tilgen. Denn in den Außenbereichen aller Ortsteile sowie in den Kerngebieten von Bokel, Druffel und Westerwiehe gibt es immer noch vereinzelte Haushalte mit schlechter Surfgeschwindigkeit.

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Deshalb strebe die Verwaltung einen erneuten Förderantrag für den Bau eines Glasfasernetzes für eben diese unterversorgten Haushalte an, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Voraussetzung ist eine sogenannte Markterkundung. Dabei handelt es sich um eine Umfrage, mit deren Hilfe die Emskommune feststellen möchte, ob nicht doch ein Telekommunikationsunternehmen an einem eigenwirtschaftlichen Ausbau der betreffenden Bereiche interessiert ist. Sofern die Abfrage kein Ergebnis erzielt, kann die Stadt eine Förderung aus Bundes- und Landesmitteln für den Ausbau des Glasfasernetzes beantragen.

Dieses Verfahren ist auch der Grund, warum manche Hofstellen und Haushalte in den Außenarealen der Ortsteile bisher nicht in den Genuss eines Glasfaseranschlusses gekommen sind. Gewisse Straßenzüge dort hatten für den bisher geförderten Ausbau nicht angemeldet werden dürfen. Denn eine Markterkundung von 2016 hatte ergeben, dass durchaus einzelne Unternehmen einen eigenwirtschaftlichen Ausbau anstrebten. Dass diese ihre Meinung in der Zwischenzeit geändert haben, sei ärgerlich, sagt Bürgermeister Andreas Sunder: „Aber gerade deshalb nehmen wir diese Haushalte nun speziell in den Blick, um niemanden unterversorgt zurückzulassen.“

Die Markterkundung muss mindestens acht Wochen dauern. Sollte sich dabei kein Interessent für einen eigenständigen Netzausbau finden, lässt die Stadt einen Netzplan sowie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für das mögliche Aufrüsten mit Glasfaser erstellen. Mit dem Wissen um eine etwaige Deckungslücke würde der Rat dann wahrscheinlich frühestens Anfang 2021 über einen Ausbau entscheiden – vorbehaltlich der Förderzusagen von Bund und Land. Denn zusätzlich müssen Zuschussanträge vorbereitet und gestellt werden. Was die Beteiligung an der Glasfasernetzgesellschaft NOW angeht, befinde man sich auf der Zielgeraden, teilt das Rathaus darüber hinaus mit. „Wir warten täglich auf die Zustimmung der Kommunalaufsicht“, sagt Sunder. Besagte Beteiligung soll der Emskommune eine strategische Einflussmaßnahme auf künftige Glasfaserausbauten im gesamten Stadtgebiet ermöglichen. „Dazu zählt natürlich auch Neuenkirchen.“

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