1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Rietberg
  6. >
  7. Volksbanken Rietberg und Delbrück-Hövelhof fusionieren

  8. >

Rietberg

Volksbanken Rietberg und Delbrück-Hövelhof fusionieren

Rietberg

Auf dem regionalen Finanzsektor bahnt sich die nächste Fusion an: diesmal nicht auf Sparkassen-Ebene, sondern bei den Volksbanken.

Rietberg-Neuenkirchen (gl) - Die Volksbanken Delbrück-Hövelhof und Rietberg wollen fusionieren. Eine entsprechende Absichtserklärung haben jetzt die Vorstände der beiden Geldhäuser unterschreiben. 2023 soll eine Bank mit einer Bilanzsumme von zwei Milliarden Euro entstehen.

Umfangreiche Sondierungsgespräche im Vorfeld

Der Unterzeichnung vorangegangen waren umfangreiche Sondierungsgespräche, in die auch die Aufsichtsräte der beiden Banken eingebunden waren. Ein Zusammenschluss der beiden Kreditinstitute schaffe nicht nur eine starke Genossenschaftsbank, sondern auch die nötige Schwungmasse für die Entwicklung neuer Leistungen ohne die regionale Identität preiszugeben, heißt es in einer Mitteilung.

Wolfgang Hillemeier, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Rietberg mit Hauptsitz Neuenkirchen, umreißt das Ziel der Fusion: „Durch den Zusammenschluss unserer beiden Häuser soll im wirtschaftlich starken Dreieck zwischen den Ober- und Mittelzentren Bielefeld, Gütersloh und Paderborn eine neue Genossenschaftsbank entstehen, die Leistungskraft, dynamische Entwicklungsmöglichkeiten und regionale Identität verbindet.“ 

Gemeinsam noch leistungsstärker

Jörg Horstkötter, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Delbrück-Hövelhof, ergänzt: „Die beiden Fusionspartner zeichnen sich durch eine gemeinsame genossenschaftliche Kultur aus. Der Förderauftrag gegenüber den Mitgliedern und die Verantwortung für die Region sowie für die Mitarbeiter sind in den jeweiligen Unternehmenskulturen tief verankert.“ Dazu gehöre es auch, durch rechtzeitige Weichenstellungen die wirtschaftliche Leistungskraft zu erhalten, um den wachsenden Beratungswünschen der Kunden, den steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie der fortschreitenden Digitalisierung gerecht zu werden.

Niederlassungsprinzip soll Regionalität sichern

Die beiden Partner können aus einer Position der Stärke heraus die notwendigen Weichenstellungen vornehmen. Wolfgang Hillemeier: „Durch die Fusion schaffen wir eine noch leistungsfähigere Genossenschaftsbank, die alle Voraussetzungen besitzt, die erwartete Entwicklung im Bankensektor bewältigen zu können.“ Durch das Niederlassungsprinzip blieben Stärken wie Regionalität, Nähe und Dezentralität gewahrt. „Für die Mitarbeiter sind langfristig sichere und attraktive Arbeitsplätze gewährleistet. Die neue Bank bietet ihnen zudem deutlich bessere Entwicklungsmöglichkeiten“, ergänzt Jörg Horstkötter.

Vertreterversammlungen entscheiden 2023

In den nächsten Monaten wird in beiden Häusern das Projekt des Zusammenschlusses Fahrt aufnehmen. Die formellen Beschlüsse sind von beiden Vertreterversammlungen erst im Frühjahr 2023 zu fassen. Bis dahin werden alle Beteiligten über die weitere Entwicklung informiert, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Volksbanken.

Startseite
ANZEIGE