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Alternativen vorgestellt – Kommunalpolitik sieht weiteren Beratungsbedarf

Welche Zukunft hat die Südtorschule?

Rietberg (WB). Wie soll die alte Südtorschule in Zukunft genutzt werden? In den Plänen für das City-Outlet spielte sie eine wichtige Rolle; sie sollte an die Investoren verkauft werden und für Verkaufsräume zur Verfügung stehen. Nach dem ablehnenden Bürgerentscheid stellt sich die Situation jetzt aber ganz anders dar.

Stefan Lind

Was geschieht mit der Südtorschule? Die Rietberger Kommunalpolitiker befassen sich gerade mit verschiedenen Handlungsmöglichkeiten. Foto: Stefan Lind

Bleibt die Jugendarbeit jetzt doch an Ort und Stelle? Ist der geplante Neubau auf der Wiese am Freibad vom Tisch? Gibt es womöglich noch ganz andere Ideen, was eine künftige Nutzung angeht? Fragen über Fragen. Sie konnten am Donnerstag in der Sitzung des Schul- und Sozialausschusses, als das Thema auf der Tagesordnung stand, zunächst noch nicht beantwortet werden. Die Kommunalpolitiker sahen weiteren Informations- und Beratungsbedarf und beauftragten die Verwaltung, ein Konzept zur Nachnutzung des Gebäudes zu erstellen.

Beschluss zunächst vertagt

Denn dass sich Veränderungen ergeben, steht bereits fest, wie Bürgermeister Andreas Sunder in der Vorlage erläuterte. Bislang nutzt die Verwaltung eine Hälfte des Hauses, der Fachbereich Soziales wird aber bald an die Rügenstraße 1 umziehen. Die Konsequenz: »Die Südtorschule ist für die alleinige Nutzung durch den Jugendtreff zu groß und überdies sanierungsbedürftig«, so Sunder weiter.

Handlungsvarianten gibt es jetzt einige. So kann sich der Bürgermeister durchaus auch weiterhin einen Neubau vorstellen. Der hätte die Vorteile, dass er, was die Gestaltung und Raumaufteilung angeht, bereits mit der Zielgruppe abgesprochen ist und zudem Barrierefreiheit garantiert. Auch der Standort am Torfweg in direkter Nachbarschaft zu Schulzentrum und Skateanlage fällt ins Gewicht. Als Nachteil schlägt zu Buche, dass dann für die gesamte Südtorschule eine Nachnutzung gefunden werden müsste.

Neubau ist weiterhin ein Thema

Deshalb kommen weitere Alternativen in Betracht. So könnte man das Gebäude grundlegend sanieren, also energetisch auf den neuesten Stand bringen und das Raumkonzept überarbeiten. Denkbar ist aber auch, erst einmal die notwendigen Reparaturen durchzuführen, also die Jugendfreizeitstelle an Ort und Stelle zu belassen und den Verwaltungstrakt anders zu nutzen, beispielsweise als Büroräume für »Start-ups« von Jungunternehmen. Sunder: »Die hierfür erforderliche Betreuung und Begleitung könnte durch die städtische Wirtschaftsförderung in Zusammenarbeit mit der pro Wirtschaft des Kreises erfolgen.«

Fördergelder stehen auch bereit, allerdings müssten für ein Sonderprogramm »Soziale Inte­gration im Quartier« bis zum 30. Juli 2018 entsprechende Anträge vorliegen. Das wird nicht klappen, der Fördersatz von 90 Prozent der Gesamtkosten ist also dahin. Doch sollte man die Maßnahmen in die Neufassung des Integrativen Handlungskonzepts für die Rietberger Innenstadt einbauen können, gäbe es immer noch Finanzspritzen von 60 bis 70 Prozent.

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