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Neuenkirchen: Kunstwerk von 1865 soll in Stadlers Garten – oder auch nicht

Wohin mit dem Steinkreuz?

Rietberg-Neuenkirchen (WB). Es ist mehr als zwei Meter hoch und viereinhalb Tonnen schwer: Die Rede ist von einem steinernen Kreuz, das trotz seiner Ausmaße in den vergangenen 150 Jahren in Neuenkirchen mehrfach den Standort gewechselt hat. Jetzt setzen sich engagierte Bürger dafür ein, dass diese Odyssee mit einer endgültigen Aufstellung im neu gestalteten Stadlers Garten ein Ende haben soll. Aber so einfach ist die Sache nicht.

Stefan Lind

Das steinerne Kreuz, das inzwischen in der Nähe von Stadlers Garten steht, ist mehr als zwei Meter hoch und viereinhalb Tonnen schwer. Da war schon schweres Gerät notwendig, um es von seinem bisherigen Standort am Potthoff abzutransportieren. Foto: vtp-medien

Stadlers Kreuz, unter diesem Namen ist die steinerne Manifestation des katholischen Glaubens in Neuenkirchen bekannt. Kein Wunder, es gehörte der Familie Stadler, die auch die innerörtliche Brennerei besaß. Sie gab das Kruzifix 1865 in Arbeit und vermachte es der katholischen Kirche. Es stand zunächst am Potthoff nahe des Schulzentrums, dann an der Pfarrkirche, anschließend erneut am Potthoff. Nur: Da konnte es nicht bleiben, weil es Platz machen musste für ein Mehrfamilienhaus.

»Wir haben durch Zufall von diesen Plänen erfahren«, berichtet der Neuenkirchener Heimatforscher Wolfgang Körkemeier im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Ihm war klar: Es musste schnell etwas geschehen, um das historische Stück zu retten. Gemeinsam mit weiteren Mitstreitern gelang es, das Kreuz abzutransportieren. Es macht jetzt quasi Zwischenstation auf einem privaten Grundstück, das direkt an Stadlers Garten grenzt. Da, wo es jetzt ist, soll es aber nicht stehen bleiben. Für Wolfgang Körkemeier ist klar: »Das Kreuz ist so eng mit der Geschichte der Familie Stadler verbunden, dass es unbedingt einen schönen Platz in dem Garten bekommen sollte.«

Im Rietberger Rathaus gibt man sich allerdings etwas zurückhaltender. Die Frage des Standortes sei in Verwaltung und Politik noch nicht entschieden, betonte Stadt-Pressesprecher Juergen Wohlgemuth auf WB-Nachfrage. Es sei genauso gut denkbar, das Kreuz wieder auf dem Vorplatz der Kirche aufzustellen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Freitag, 29. September, im WESTFALEN-BLATT, Seite Rietberg.

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