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Rietberg

Zigarettenautomat in Druffel gesprengt

Rietberg-Druffel (kaw) - Dunkle Stille liegt über Druffel, seine Bürger schlafen, am Montag müssen einige wieder früh arbeiten. Doch nicht alle ruhen: Kriminelle sind am Werk. 2.10 Uhr - ein lauter Knall schallt am Nordring durch die Nacht, als sie den dortigen Zigarettenautomaten aufsprengen.

Anonymous User

In zwei Teile gerissen worden ist der Zigarettenautomat am Nordring in Druffel, den Kriminelle in der Nacht auf Montag gesprengt haben. Sie steckten Schachteln in ihre Rucksäcke und flohen mit einem Auto. Die Polizei sucht Zeugen. Foto:

Der Lärm schreckt einen aufmerksamen Zeugen auf, der auch die Polizei alarmiert. Er erblickt zwei Männer an dem zerstörten Apparat und glaubt, sie fluchen zu hören. Der Automat hat der gewaltsamen Attacke nicht standgehalten. Wie die Polizei mitteilt, hat die Kraft der Explosion das Gehäuse nach außen gewölbt und linksseitig geöffnet. So haben die mit Rucksäcken ausgestatteten Angreifer Zugriff auf die Beute und machen sich ans Werk, die Packungen einzustecken.

Kriminelle flüchten mit Kombi in Richtung Neuenkirchen

Wie der Zeuge beschreibt, nehmen sie nicht sämtliche Schachteln mit, lassen einen Teil zurück. Ein Fluchtfahrzeug – die Polizei schreibt in ihrer Pressemitteilung von einem blauen Kombi – haben sie offenbar schon in Fluchtrichtung geparkt. Damit fahren sie auf die Druffeler Straße und suchen das Weite. Sie flüchten in Richtung Neuenkirchen. Die Polizei fahndet nun nach zwei Männern, die vermutlich zwischen 20 und 30 Jahre alt sind. Die Ordnungshüter hoffen auf Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Ergreifung der Diebe geben können. Die beiden Tatverdächtigen sollen zirka 1,80 Meter groß und von schlanker Statur sein.

Erst vor zwei Wochen ist in der Nacht auf Montag, 26. April, ein Zigarettenautomat an der Margaretenstraße in Neuenkirchen aufgesprengt worden. Dort waren in der Nähe des Automaten zwei dunkel gekleidete Männer in Begleitung eines Hundes von Zeugen beobachtet worden (diese Zeitung berichtete). Ob und inwieweit diese Automatensprengung mit der jüngsten in Druffel steht, kann die Polizei noch nicht sagen. Wie Polizeipressesprecher Mark Kohnert auf Nachfrage dieser Zeitung informiert, werde derzeit in alle Richtungen ermittelt. Nun gelte es Spuren und Zeugenaussagen nachzugehen.

Polizei ermittelt

Ob sich Zusammenhänge ergeben, werde sich zeigen müssen. Er konnte auch noch nichts zu einer etwaigen Motivation sagen. Grundsätzlich wisse er aus seiner Erfahrung, dass hinter Aufsprengungen von Zigarettenautomaten unterschiedliche Täter stehen könnten. Die Bandbreite des Möglichen könne vom einzeln agierenden Kriminellen bis hin zu gewerblich agierenden Banden reichen und lokale Grenzen überschreiten. Was den konkreten Fall in Druffel angeht, ist die Polizei dankbar für Hinweise aus der Bevölkerung. Sie fragt: „Wer hat rund um den angegebenen Zeitraum am Tatort und in der Umgebung verdächtige Beobachtungen gemacht?“ und „Wer kann Hinweise zu den beiden beschriebenen Personen oder dem beschriebenen Fahrzeug geben?“ Angaben dazu nimmt die Polizei Gütersloh unter w 05241/8690 entgegen.

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