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Veranstaltung im Gartenschaupark leidet unter niedrigen Temperaturen

Zu kalt für ein zünftiges Seefest

Rietberg (WB). Nein, so hatte sich das Seefest im Gartenschaupark nun wirklich niemand vorgestellt. Ein trüber Himmel wie im November, kühle Temperaturen – auch wenn mehr als 1000 Besucher, vorwiegend Familien mit Kindern, in das Naherholungsgelände gekommen waren, es war schlichtweg kein Vergleich zur Premiere ein Jahr zuvor.

Petra Blöß

Beim Seefest müssen die Kinder handwerkliches Geschick mitbringen, um ein Floß bauen zu können. Stolz stechen sie in See. Foto:

Seinerzeit lachte die Sonne heiß aus einem blauen Himmel, und Fahrten auf den Wasserflächen wurden zum kühlenden Vergnügen. Bis zu einer Stunde Wartezeit gab es damals, wollte man das Angebot des kostenlosen Tretbootfahrens nutzen. Viel Geduld war dieses Mal nicht wirklich nötig. Zwar waren die Boote ständig unterwegs, hatten die Standbetreuer Klaus Mertens, Uwe Wolski und Rolf Blöß reichlich zu tun, doch wirklich lange hielt es niemand aus. Für manche Familie war die Trettour auch nach zehn Minuten wieder zu Ende, zu kalt wurde es dem Nachwuchs um die Ohren. Einige unentwegte Jugendliche ließen sich nicht davon abhalten, mit den Waveboards über den Obersee zu paddeln, immerhin, die Wassertemperatur lag mit rund 20 Grad locker fünf Grad über der der Luft.

Gar nicht erst angereist waren die Kanuten, und auch die Modellbootfreunde blieben fern. So gab es am Untersee Vorführungen und Kinderschminkaktionen der örtlichen DLRG, die zudem ihr allerneuestes Rettungsgerät vorstellen konnte. Das Safe-Board ließ sich auf der leeren Wasserfläche bestens testen, es dient der Rettung an Uferrändern und in Flachgewässern. Vorsitzender Björn Beil demonstrierte schon einmal, wie im Ernstfall damit gearbeitet wird.

Stadtwerke stellen Segways vor

Nicht nehmen ließen sich die heimischen Stadtwerke die Betreibung eines eigenen Standes. Hier konnten Jung und Alt die Segways als nützliche Verkehrsmittel ausprobieren, die Stadtwerke-Exem­plare haben eine Straßenzulassung. Elektromobilität, auch darüber informierte das Team und gab praktische Demonstrationen mittels des eigenen Dienstwagens. Das Interesse am E-Auto war größer als erwartet. Schlange standen die Besucherkinder hier auch, es gab kostenlos frisch zubereitetes Popcorn, das sich keiner entgehen lassen wollte.

Gleich neben dem Eingang Mitte warteten beim Seefest die Spieleexperten der Fachfirma Kedz. Sie hatten den großen Pool dabei, auf dem wechselweise gepaddelt oder in großen Kugeln umhergetollt werden durfte. Wenig beachtet waren dieses Mal die Strandbereiche am Obersee. Körbe blieben verwaist, aufs Planschen im Flachwasser hatte auch niemand Lust. Ein wenig handwerkliches Geschick mussten die Kinder mitbringen, um beim Floßbau zu helfen. Dass nicht immer alles perfekt ist, zeigte sich gleich nach dem ersten Stapellauf, da nämlich fiel das Konstrukt aus Holzstangen und Fässern nach wenigen Metern auseinander.

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