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Bebauungsplan Sender Straße West geht in die öffentliche Beteiligung – Mehrfamilienhäuser in der Mitte

85 Wohnungen auf der Wiese

Schloß Holte-Stuk...

Einstimmig hat der Stadtentwicklungsausschuss beschlossen, dem Stadtrat für das Neubaugebiet Sender Straße West die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zu empfehlen. Planer Dirk Tacke hat im Ausschuss die Grundzüge des Gebiets vorgestellt.

Monika Schönfeld

Der Kindergarten Foto: Monika Schönfeld

Kindergarten

Auf der 3,2 Hektar großen Baulücke, den so genannten Steinbeck‘schen Wiesen, entsteht bereits ein Kindergarten für fünf Gruppen, den der DRK-Kreisverband betreiben wird, und Seniorenwohnungen im Obergeschoss. Der Kindergarten steht direkt an der Sender Straße. Ursprünglich war er gegenüber geplant gewesen. „Mit Rücksicht auf die Nachbarn, auf Anregung der Politik und auf Wunsch des Investors haben wir den Kindergarten dann dort platziert, wo weniger unmittelbare Nachbarn gestört werden“, sagte Werner Thorwesten, Leiter des Fachbereichs Wirtschaft und Stadtentwicklung in der Stadtverwaltung, auf Anfrage.

Linksabbiegespur

Der Planer berichtete, dass das Gebiet um die Sender Straße erweitert worden sei. Denn die Straße müsse verbreitert werden, um in Fahrtrichtung Schloß Holte eine Linksabbiegespur ins Neubaugebiet zu bauen. Die Zufahrt ist etwa in der Mitte des Geländes. Eine weitere Zufahrt gibt es über den Maikäferweg. Als Baustellenzufahrt ist bereits eine Brücke über den Landerbach gebaut worden.

Lärmschutzwand

Zum Schutz des Neubaugebiets ist eine Lärmschutzwand – fünf Meter hoch und begrünt – entlang der Sender Straße geplant. Einen Rad- und Gehweg wird es wieder entlang der Sender Straße geben, aber auch entlang des Landerbaches in einem Grünstreifen.

In den Randbereichen zur bestehenden Bebauung entstehen 15 Einfamilienhäuser. In der Mitte gibt es sieben Baugrundstücke für Sechsfamilienhäuser. Neben dem Kindergarten stehen außerdem zwei Mehrfamilienhäuser und rechts der neuen Einfahrt gibt es zwei Achtfamilienhäuser, für die sich die Stadt die Grundstücke gesichert hat, um hier öffentlich geförderten Wohnungsbau zu ermöglichen. Außerdem gehört der Stadt der Grund, auf dem zwei Einfamilienhäuser geplant sind. Werner Thorwesten erläuterte auf Anfrage von Reinhard Tölke, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, dass sich die Stadt 50 Prozent des Geländes gesichert habe. Einbezogen sind darin aber die Verkehrswege einschließlich des Radwegs am Bach und das Gelände des Kindergartens mit 23 Parkplätzen.

Im Zuge des vorgezogenen Baus des Kindergartens hatten Anlieger ihre Bedenken geäußert. Das Konzept zeige aber deutlich, dass die Hauptzufahrt ins Neubaugebiet über die neue Zufahrt von der Sender Straße aus erfolge. Die Zufahrt vom Maikäferweg aus bleibe jedoch, die Verbindung im Winkel erhalte einen Fuß-/Radweg, damit die Kinder sicher in die Kita gebracht werden können. Für den Erschließungsring des restlichen Wohngebietes ist das nicht vorgesehen.

Zehn Meter

Festgesetzt werden soll, dass die Häuser nicht höher als zehn Meter sind. Die Einfamilienhäuser sind zweigeschossig erlaubt, die Mehrfamilienhäuser zweigeschossig plus Staffelgeschoss, wenn die erlaubte Höhe nicht überschritten wird. Für die beiden Achtfamilienhäuser an der Sender Straße will die Stadt einen Investor suchen, der optisch ansprechend baut, sagte Werner Thorwesten.

Lars Pankoke, Fraktionsvorsitzender der CDU, findet das Konzept ansprechend, will aber die Möglichkeit offen halten, die Mehrfamilienhäuser, die an die Einfamilienhäuser grenzen mit vier statt mit sechs Wohnungen weniger groß erscheinen zu lassen.

Auf Anfrage von Martin Kalkreuter (SPD) sagte Dirk Tacke, dass eine höhere als fünf Meter hohe Lärmschutzwand ein städtebauliches „No go“ sei. Der Lärmschutz für die oberen Etagen müsse über passive Maßnahmen erfolgen.

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