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100 schaurige Gestalten treiben Halloween im Safariland ihr Unwesen

Ach du Schreck!

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Nebel wabern, Kürbisgesichter mutieren zu Fratzen, es riecht nach Blut, und die Schreie dringen durch Mark und Bein. Es ist Halloween im Safariland. Erschrecker und Gäste kommen selbst aus dem benachbarten Ausland. Gruseln im Park ist Kult.

Monika Schönfeld

Sniffler, Piggy Watson und der fette Elvis wollen Eventmanager Robert Wurms und den Besuchern des Safarilandes das Fürchten lehren. Foto: Monika Schönfeld

Robert Wurms, Neffe des im Januar verstorbenen Parkchefs Fritz Wurms, ist das zehnte Mal verantwortlich für die Geschichte, die seine 100 Erschrecker an drei Tagen spielen. Halloween von Donnerstag bis Samstag, 31. Oktober bis 2. November, ist in der Szene ein Muss – pro Tag werden 10.000 Besucher erwartet.

Abschluss des Jubiläumsjahr

Halloween ist gleichzeitig der Abschluss des Jubiläumsjahrs. Da der Park aber Familien mit kleinen Kindern verpflichtet ist, werden die Kleinen ihr Halloween in freundlicher Form erhalten. Tagsüber bis 17 Uhr werden die »Geisterbahnen« familienfreundlich sein, die Elfen, Tinkerbell und Drachen führen kindgerecht ins Abenteuerland, im Zauberwald gibt es eine interaktive Schatzsuche, das Maislabyrinth ist für Eltern einsehbar. Kürbisse wollen in Gesichter verwandelt werden.

Aber wehe, es wird Nacht im Safariland. Die Fahrgeschäfte bilden die Kulisse für den Jahrmarkt des Schreckens. Jeden Abend beginnt die Parade der Gruselgestalten um 17.30 Uhr, um 18 Uhr öffnen die Schreckensorte – im Jargon nennt man sie Mazes, im Prinzip ist das eine Geisterbahn zum Durchlaufen. »Die Geschichte ist: Besucher verschwinden aus dem Park, werden eingesperrt und in Laboratorien zu Freaks transformiert. An Halloween dürfen sie aus ihrem Gefängnis«, sagt Robert Wurms. Ein bisschen »Walking Dead«, ein bisschen Märchenhaftes. »Märchen sind brutal – wenn die Hexe Hänsel mästet, um ihn in den Ofen zu stecken und zu essen.«

Besucher landen im Sarg

In vier Mazes warten die Darsteller, mit Effekten zuzuschlagen. Sie heißen Freakshow und Freaktales (Märchen), Freakcamp (im Wald) und »Zone Z«. Dort verschanzen sich die Zombies (Untote). Interaktiv wehren sich die Besucher mit Laser-Gewehren dagegen, selbst Zombies zu werden.

Auch andere Parks nutzen Halloween als Thema, in Fachkreisen ist der dreitägige Horrortrip in Stukenbrock unübertroffen. Einzigartig sind die Darsteller, die teils auch im Horrorzirkus auftreten. Pennywise aus »Es« ist dabei, der Schlächter und andere Monster, die Frankenstein alle Ehre machen würden. Einzigartig ist auch, wie die Besucher hinein gezogen werden. »Wir fassen sie an und verfrachten sie in einem Sarg.« Allerdings nur dann, wenn die Besucher ein grünes Bändchen tragen. Das bedeutet: Ich mache mit. Rot heißt dagegen: Fass’ mich nicht an, ich will nur gucken.

Drumherum gibt’s einen Live-DJ mit Saxofonspieler und vor allem die »Globe of Speed«: Vier Motorradfahrer zeigen bei drei Vorstellungen pro Tag Akrobatik in einer Metallkugel.

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