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Weihnachtsmarkt im Holter Ortszentrum leidet unter Regen 

Alle hoffen aufs Wochenende 

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Wir wollen in die Zeitung«, rufen die Damen. »Wir sind heute doch bestimmt die größte Besuchergruppe auf dem Weihnachtsmarkt.« Damit haben sie wohl Recht, die Besucherzahl ist überschaubar.

Bernd Steinbacher

Bild 1 Foto:

Es regnet, als der Weihnachtsmarkt im Holter Ortszentrum am Freitagnachmittag eröffnet wird. Die weihnachtliche Stimmung will sich noch nicht so richtig einstellen, obwohl Rolf Klostermeier auf der Bühne versucht, für gute Laune zu sorgen. Er hat es schwer, ebenso Stefan Schmied von der Evangeliums-Christengemeinde, der mit dem Kasperletheater Kinder in den Geschichtenstall holen will. Doch die Zuschauerzahl ist niedrig.

Vom Wetter lassen sich die fröhlichen Damen indes nicht abbringen. Sie haben nämlich ein gemütliches Plätzchen im Zelt der Einzelhandels und Wirtschaftsgemeinschaft entdeckt. Dort gibt es unter anderem Schwipsträger. Der wärmt und schmeckt, Glühwein kann das auch. So sind die Arbeitskolleginnen von Brechmann Guss gut ausgerüstet für den fröhlichen Abend. »Seit 13 Jahren treffen wir uns immer hier. Diesmal sind 13 Frauen da«, sagt Brigitte Hansmeier-Biermann, die das Treffen organisiert. Per Rundschreiben wird daran erinnert, so dass diesmal mehr als die Hälfte der 20 Kolleginnen da sind.

Gemütlich geht es auch am anderen Ende des Weihnachtsmarktes zu. Es ist warm und trocken in der etwa 25 Quadratmeter großen Holzhütte. Zum ersten Mal hat das Geschäft Haarscharf die Hütte organisiert. »Susanne und Jens Dresselhaus haben auch für das Kinderkarussell gesorgt«, sagt Kim Sobkowiak, Mitarbeiter von Jens Dresselhaus. Serviert wird in der Hütte neben Glühwein und Kinderpunsch auch »Heiße Pflaume«. »Das Wetter soll ja besser werden«, sagt Sobkowiak. Dieser Satz ist an vielen Ständen zu hören. »Wir leben mit der Hoffnung«, sagt Sonja Mursch, Leiterin des Evangelischen Jugendhauses. Sie hofft mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern ebenfalls auf viele Besucher, die Appetit auf selbst gebackene Plätzchen haben.

Klaus Lüke von der Stadtverwaltung, der auf dem Weihnachtsmarkt nach dem Rechten schaut, meint: »Es ist schon schade. Die, die hier Stände betreiben, haben sehr viel Arbeit hinein gesteckt.«

Ein Besuch lohnt sich also, am Samstag geht es um 15 Uhr los. Um 16 Uhr ist Kinderkampfsporttechnik zu sehen, 17 Uhr kommt der Nikolaus, ab 18 Uhr das Ostwestfälische Blechbläser-Ensemble. Geschlossen wird wiederum 21 Uhr. Das kritisieren einige Besucher als zu früh. Am Sonntag beginnt der Weihnachtsmarkt um 14 Uhr. Ab 15.30 Uhr wird fast durchgängig Programm auf der Bühne geboten.

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