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Angebot vereint Tradition, Urigkeit und Regionalität – trotz Regen kommen viele Besucher

Alle lieben den Bauernmarkt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Zuerst muss ich immer auf den Bauernmarkt, sonst fehlt etwas. Das ist ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann«, sagt Gaby Apelmeier.

Manuela Fortmeier

Gleich im doppelten Sinne schlägt das Herz von Gaby Dreier aus Delbrück für den Bauernmarkt. Zusammen mit ihrem Mann bietet sie Holzsägearbeiten an. Foto: Manuela Fortmeier

Auch dieses Jahr ist es die kuriose und gelungene Mischung, die die Besonderheit des Bauernmarktes mit seinen zahlreichen Holzbuden und Ständen ausmacht. Schon von weitem leuchten die Kürbisse, die Martina Schlautmann aus Rietberg zu einem farbenfrohen Blickfang zusammengestellt hat, große und kleine Kürbisse in unterschiedlichen Farben und Formen. Wenige Meter weiter sind Straußeneier und frisches Straußenfleisch am Stand des Straußenhofes Daniel erhältlich.

Für den siebenjährigen Joshua und die vierjährige Lea ist der Gewürzgurkenstand von Ferdinand Emmerich das erste Ziel auf dem Bauernmarkt. Seit ihrem zweiten Lebensjahr sind Gewürzgurken für die Kinder ein kulinarischer Genuss. Mit Freude beißen sie in die würzig, knackigen Gurken.

Frisch und nah

Im Mittelpunkt der beliebten Meile auf der Dechant-Brill-Straße beeindrucken die mit viel frischem Obst und Gemüse dekorativ beladenen Tische des Hofes Cilker. Die Kinder Milan, Levin und Luan dabei, langt Mutter Svetlana Reiner beim Gemüseeinkauf richtig zu. »Ich finde es gut, regional einzukaufen. Da weiß ich, dass das Gemüse frisch ist und keine langen Transportwege hinter sich hat.« Ganz ohne zusätzliche Verpackung verstaut sie ihren Einkauf unter dem Kinderwagen in einem Netz.

Im gemütlichen, urigen Ambiente des Bauernmarktzeltes hat es sich Rita Helfbernd mit ihrer Mutter Maria Junker bei einem Bierchen gemütlich gemacht. »Solche Zeiten genießen wir immer sehr«, sagt Helfbernd.

Wie jedes Jahr ist auch Ulrike Sorglos mit ihrer Schwiegermutter Anneliese schon am Nachmittag auf dem Bauernmarkt unterwegs. »Der Bauernmarkt ist für mich Heimat, Ursprung und Regionalität. Hier, in wunderschöner, lockerer Atmosphäre, wo man stöbern, probieren und mit den Markhändlern direkt ins Gespräch kommt, wird der Bummel und das Einkaufen zum persönlichen Erlebnis. Für uns ein lieb gewonnenes Ritual bei jedem Pollhansfest«. Mit ihrer Einkaufsliste reiht sich Barbara Witte in die Reihe am Gewürzstand ein. »Das mache ich jedes Jahr. Kräuter und Gewürze gehören zum Kochen für mich einfach dazu.«

Herzhaft und lecker

Seit mehr als zwei Jahrzehnten reiht sich auch die Familie Jostameling mit ihren selbst gebackenen Plätzchen in den Reigen der regionalen Produkte ein. Herzhaft, »einfach nur lecker«, genießen Ingrid und Claus Mühlbau ein Bütterchen mit hausgemachter Mettwurst bei Marc Schröder vom Königshof und am »Käsehaus« von Heinz Buschsieweke Stammkunden aus Detmold ihren Lieblingskäse, von dem sie sich gleich etwas mehr einpacken lassen. »Der Bärlauchkäse ist einfach ein Gedicht.«

Teilweise die Taschen schwer bepackt mit Leckereien, um Pollhans kulinarisch auch noch Tage später zu Hause genießen zu können, gibt es vor dem Verlassen des Bauernmarktes für Clara und Egon Sandbothe noch eine heiße Marille mit Sahne am Stand von Kerstin Moseler. Der Bauermarkt hat eben viele Gesichter und ist immer wieder schön.

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