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Bürger der Stadt treffen sich an 14 Osterfeuern zu Brauchtum und fröhlichem Feiern

Beisammen vor den Flammen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Beisammen sein, nette Menschen und Freunde treffen, das schöne Wetter genießen. An insgesamt 14 Stationen und Orten haben am Wochenende Hunderte Besucher das frühlingshafte Wetter genutzt, um das Brauchtum der Osterfeuer zu erleben.

Manuela Fortmeier

Ein bewegender Moment: Das lodernde Feuer im Hintergrund, gibt Christian Lüke vor den Flammen des Osterfeuers der St. Achatius Schützen in Stukenbrock-Senne ein wunderschönes solo auf seiner Trompeten. Foto: Manuela Fortmeier

Mal mit hoch aufsteigendem Qualm, mal durch ein Knistern, oder lodernde Flammen: facettenreich faszinierten die Feuer die Besucher.

SJC Hövelriege

Am Karsamstag gehörte der SJC Hövelriege zu den ersten, die ihr Osterfeuer entzündeten. Zum frühen Abend hatten die Organisatoren hier auf die Wiese an der Hövelrieger Straße eingeladen. Besonders die neunzehn Monate kleine Giovanna zeigte sich von den Flammen begeistert.

Jungschützen St. Johannes Stukenbrock

»Die werden hier von Jahr zu Jahr besser, und es wird immer mehr geboten. Das muss man erst mal leisten«, lobt Markus Brock das Engagement der rund 40 beteiligten Jungschützen der St.-Johannes-Schützenbruderschaft in Stukenbrock. Zum 31. Mal haben sie ihr Feuer, das zuvor durch Pastor Johannes Epkenhans gesegnet wurde, entzündet und sich mächtig ins Zeug gelegt. Beeindruckend schon das große Feuer, für das die Jungschützen die im Januar gesammelten Tannbäume zusammen getragen hatten. Jede Menge Angebote waren auf die Familien zugeschnitten.

Während Jonas Renerig, Kris Jokobsmeier und Simon Wyrwal den Dreh ‘raus haben, wie man das Stockbrot auf den Stock wickelt, haben es sich Rony, Marco, Alexandra und die Zwillinge Ida und Tom auf einer der Bänke vor den Feuertonnen gemütlich gemacht und halten die Stockbrote in die Flammen. Den »heißen Draht«, ein Geschicklichkeitsspiel, hat Benedikt (3) für sich entdeckt. Für ihn wohl deshalb so faszinierend, weil beim Berühren des Drahtes als Signal eine Hupe ertönt.

St.-Michael-Schützen Liemke

Geselligkeit und das Ergebnis einer starken Jungschützengemeinschaft zeigen sich auch am Osterfeuer am Karsamstag in Liemke. Dort, wo morgens noch viele Jungschützen mit ihren Traktoren Grünschnitt, Gehölz und die ausrangierten Tannenbäume auf dem Acker der Familie Füchtemeier zu einem riesigen Haufen zusammen gefahren haben, entzündet Königin Theresa mit Helferinnen am Abend das Feuer.

Rasant schnell breiten sich die Flammen aus und werden zum sehenswerten Schauspiel. »Wenn die sich hier so viel Mühe machen, dann muss man da auch hingehen«, zollt Leo Rodenbeckenschnieder den Jungschützen seine Anerkennung.

St.-Achatius-Schützen Stukenbrock-Senne

In Stukenbrock-Senne segnete Pfarrer Karl-Josef Auris das Feuer am Sonntagabend und betet: »Entzünde auch in unseren Herzen ein Feuer der Liebe«. Bereits Anfang April wurde das Brennmaterial durch die gemeinsame Arbeit der Jungschützen St. Achatius zusammengefahren. Mit großer Freude und dem nötigem Respekt vor den Flammen schreiten Pauline Gees, Marleen Brock, Marie Schniedermann und Pia Pollmeier mit ihren Fackeln zum Feuer, um es zu entzünden. Fast idyllisch die Stimmung, als Christian Lüke zeitgleich mit seiner Trompete vor den lodernden Flammen zum Spiel ansetzt.

Campingplatz am Furlbach

Frische Waffeln, ein Fackelzug rund um den Campingplatz am Furlbach, Stockbrotbacken für die Kinder an den Feuerschalen, Blasmusik, Köstlichkeiten vom Grill und am Abend das große Osterfeuer: Auf dem Platz herrscht hervorragende Stimmung.

Landwirtschaftlicher Ortsverband und Treckerfreunde Tölkenkamp

Dass gute Nachbarschaft funktionieren kann, wird beim Osterfeuer der Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsverbands und der Treckerfreunde Tölkenkamp auf der Wiese am Kampweg sichtbar. Ganz unkompliziert erfreuen sich hier rund zwanzig Teilnehmer am Ostersonntag am Osterfeuer.

Lange Straße

Auch an der »Lange Strass Vegas«, wie die Anwohner der Langen Straße in der Vorweihnachtszeit ihre Straße gerne betiteln, wird die Pflege des Brauchtums jedes Jahr im kleinen Rahmen auf dem Hof der Familie Auster zelebriert. »Wir sind eine tolle Gemeinschaft, und uns allen ist eine gut funktionierende Nachbarschaft wichtig«, sagte Günter Auster.

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