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Vorwürfe gegen Diensthundeführer werden untersucht

Belohnen statt bestrafen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/ms). Belohnen statt bestrafen – das sei die Philosophie in der Ausbildung der Polizei-Schutzhunde. Nur ein so trainiertes Tier arbeite stressfrei und zuverlässig. 50 Hundetrainer hatten sich zur Besprechung in der Polizeischule Stukenbrock getroffen, um auf die Vorwürfe gegen sechs Diensthundeführer aus Köln zu reagieren.

Der belgische Schäferhund Bonnie und Diensthundeführer Burkhard Freff (rechts) stellen »Täter« Ulrich Hitzemann. Foto: Oliver Schwabe

»Wir sind über alle Maßen sensibilisiert.« Das sagte gestern der Abteilungsleiter für die Ausbildung von Diensthunden im Landesamt für Aus- und Fortbildung und Personalwesen der Polizei in NRW, Uwe Thieme.

In Köln stehen sechs von 20 Hundeführern unter Verdacht, die Schutzhunde mit unerlaubten Methoden bissiger machen zu wollen. »Elektroschock-Halsbänder sind seit 2006 im Tierschutzgesetz verboten«, sagt Thieme. Unter den sechs Beschuldigten sei auch der Dienststellenleiter. Gegen drei Polizisten sei ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden, gegen drei werde ermittelt.

Fünf Polizeibehörden aus NRW hatten Teams aus Diensthund und Hundeführer an eine private Hundeschule nach Warendorf entsandt, die ein aktiver Polizist aus Münster betrieb. Die Erlaubnis zur Nebentätigkeit ist ihm inzwischen entzogen worden. In NRW sind 327 Hunde im Polizeidienst. Die Ausbildung erfolgt ausschließlich in Stukenbrock. Die jährlichen Prüfungen von Mensch und Tier nehmen 29 Prüfer ab. Es sind Polizeibeamte, die Erfahrung als Trainer und Diensthundeführer haben.

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