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Fünftklässlerin beklagt ruppige Fahrer und rücksichtslose Mitschüler

Busfahren macht Angst

Schloß Holte-Stuk...

„Kinder weinen. Sie haben Angst vor dem Busfahren.“ Die Mutter einer Fünftklässlerin ist verzweifelt.

Monika Schönfeld

Die älteren Schüler können sich im Bus gut behaupten, die Kleinen haben aber manchmal Angst, wenn es ruppig wird oder der Bus zu schnell anfährt und gedrängelt wird. Konkrete Foto: Monika Schönfeld

Ihre Tochter fährt seit beginn des Schuljahrs vom Wohngebiet am Lidl in Stukenbrock zur Gesamtschule an der Dechant-Brill-Straße mit dem Bus. Die Situation in den Bussen ist nach ihrer Darstellung haarsträubend. „Die Busfahrer fahren einfach an, durch den Ruck fallen Kinder, die im Bus stehen um. Oft fahren die Busse zu schnell. Ein Busfahrer hat vor allen Kindern Autofahrer ausfällig als Missgeburt beschimpft, weil ihm etwas an der Fahrweise nicht passte“, erzählt die Mutter. Direkt am ersten Schultag sei der Bus vorbei gefahren, weil er voll gewesen sei. „Man weiß ja nicht, wie viele noch kommen.“ Einmal soll ein Mädchen in der Tür eingeklemmt gewesen sein. „Das ist den Busfahrern egal.“

Der Umgang der Schüler im Bus untereinander sei oft haarsträubend. Große Schüler hängen sich an die Kleinen, setzten sich auf sie drauf. Sie habe mit anderen Eltern darüber gesprochen. Die hätten bloß gesagt: „Das ist hier so.“ Die Kinder hätten blaue Flecken vom Gerangel in den Bussen, manche Kinder steigen auf dem Nachhauseweg am Gymnasium aus und gehen den restlichen Weg zu Fuß.

Ähnliche Beschwerden haben das Gymnasium erreicht. Dabei gehe es wohl um die Linie, die aus Augustdorf komme. An der Gesamtschule ist eine einzelne Beschwerde über die Linie von Oerlinghausen aus kommend eingetroffen. Die Schule nimmt Beschwerden zwar entgegen, gibt sie aber an die Stadtverwaltung weiter, die für den Schulbusverkehr verantwortlich ist.

Tanja Mader, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Sport und Kultur, rät allen Eltern, sich sofort an die Stadtverwaltung zu wenden. „Am besten ist es, wenn wir das genaue Datum und die Uhrzeit, die Linie und den Vorfall möglichst sofort gemeldet bekommen. Dann können wir beim Verkehrsverbund VVOWL nachfassen und Missstände abstellen.“ Ansprechpartnerin sei Elvira Steinepreis, die unter der Nummer 05207/8905104 oder per E-mail elvira.steinepreis@stadt-shs.de erreichbar ist.

Sollte die Intervention der Stadtverwaltung nicht fruchten, bietet sich auch die Stadtschulpflegschaft an zu vermitteln. Vorsitzende Denise Hachmann-Pfeifer betont, dass der Sachverhalt möglichst konkret beschrieben werden sollte, um eine Handhabe zu haben. „Bisher ist uns noch nichts bekannt geworden. Nur dass sich Schüler im Bus gegenseitig die Masken heruntergerissen haben. Das konnte aber wohl schnell unterbunden werden.“ Erreichbar ist die Stadtschulpflegschaft unter der E-Mail-Adresse stadtschulpflegschaft-shs@outlook.de oder die Vorsitzende unter der E-Mail-Adresse denise.hachmann@t-online.de.

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