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Nach Abschluss der Straßenarbeiten sollen Verkehrsaufkommen und die Emissionen ins Grauthoffgebiet ermittelt werden

CDU macht Lärmschutz zum Thema

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Der Lärmschutz am Autobahnzubringer Oerlinghauser Straße ist seit Jahren ein Streitpunkt. Die CDU-Fraktion will das Thema wieder in den Fokus der Politik rücken.

Monika Schönfeld

Der Ausbau des Autobahnzubringers Oerlinghauser Straße ist beendet. Für die CDU ist es an der Zeit, Verkehrsaufkommen und Lärm erneut zu messen. Foto: Monika Schönfeld

Als der Logistiker Schenker AG 2011 an der Oerlinghauser Straße gebaut hat, wurde der notwendige Lärmschutz auf die andere Straßenseite gesetzt. Allerdings endet die Lärmschutzwand an der heutigen Ampel an der Autobahnzufahrt Richtung Paderborn. Für viele Anlieger am Weißen Weg und an der alten Oerlinghauser Straße greift der Lärmschutz zu kurz. Sie wünschen sich eine Verlängerung bis zur Autobahnauffahrt der A33 Richtung Bielefeld.

Nach dem Umbau der Oerlinghauser Straße mit Links- und Rechtsabbiegespur sieht die CDU die Zeit für gekommen, erneut über Lärmschutz an dieser Stelle zu diskutieren. „Das Verkehrsaufkommen und die Lärmemission an der Oerlinghauser Straße sind schon lange eine Belastung für die Anwohner“, sagt CDU-Fraktionschef Lars Pankoke. Nachdem nun die Arbeiten an der Straße abgeschlossen seien, könne jetzt der Istzustand mit Lärmemission und Verkehrsaufkommen ermittelt werden.

Auf der Höhe der Mitte des Weißen Weges bricht die Lärmschutzwand ab. Anlieger fordern eine Verlängerung bis zur Auffahrt Bielefeld. Foto: Monika Schönfeld

Pankoke fordert, in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßen NRW im Umfeld der Oerlinghauser- und Falkenstraße Möglichkeiten zur Verbesserung zu prüfen. Vom Kreuzkrug kommend bis zur Tankstelle Schniedermann sollen erneute Messungen erfolgen. „Nach der Feststellung des Istzustandes erarbeitet die Verwaltung mit Straßen NRW Möglichkeiten zur Verbesserung im Umfeld der Oerlinghauser Straße. Zusätzlich prüft die Verwaltung mit den vorhandenen Zahlen, Maßnahmen zur Einschränkung des Verkehrsaufkommens im Bereich der Falkenstraße“, lautet der Antrag.

In der Begründung schreibt Lars Pankoke, die Lärmemission, die durch das hohe Verkehrsaufkommen auf der Oerlinghauser Straße entstehe, sei schon seit Jahren eine massive Einschränkung der Lebensqualität im gesamten Grauthoffgebiet. Die Falkenstraße als Hauptverkehrsachse in diesem Gebiet werde oft zusätzlich auch als Durchgangsstraße genutzt, dies führe zu erhöhtem Verkehrsaufkommen.

Der Ausbau der Oerlinghauser Straße ist im Jahr 2020 abgeschlossen worden. Abbiegespuren und Ampelanlagen an den beiden Auffahrten sind eingerichtet. „Das jetzige Verkehrsaufkommen und das Nutzungsverhalten sind nun mittelfristig mit leichten Steigerungen planbar. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, mit einer Verkehrszählung und einer Lärmemissionsmessung die Belastung der Anwohner direkt an der Oerlinghauser Straße zu prüfen“, so Pankoke.

Zusätzlich könne dann mit den vorliegenden Zahlen das Nutzungsverhalten der Verkehrsteilnehmer und die Verkehrsdichte im Bereich der Falkenstraße untersucht werden.

Die CDU bittet die Verwaltung, diesen Sachverhalt in Zusammenarbeit mit Straßen NRW zu prüfen und einen entsprechenden Vorschlag zur Umsetzung zu erarbeiten.

Die Politik steht im Wort. Der Autobahnzubringer Oerlinghauser Straße ist nicht erst ein Aufreger, nachdem die DB Schenker AG dort ihr Logistikzentrum hat. Den vorgeschriebenen Lärmschutz hat das Unternehmen auf Wunsch der Stadt sogar auf die andere Straßenseite gesetzt. Aber eben nur in der Breite des Schenker-Grundstücks. Der Lärmschutz endet an der Ampel am Abzweig zur A33-Auffahrt Richtung Paderborn. Bis zur Autobahn sind es geschätzt noch 200 Meter. Und auf dieser Strecke geht viel Schall in den Grauthoff. Am Weißen Weg gibt es zudem Beschwerden über den Schattenwurf der Lastwagen am Ende der Lärmschutzwand.

Ausreden gibt es nicht mehr. Die Arbeiten an der Oerlinghauser Straße sind abgeschlossen. Jetzt muss der Lärmschutz gewährleistet werden – so gut es eben geht an dieser Stelle. Und zur Not sollte die Stadt darüber nachdenken, die verlängerte Wand selbst zu bezahlen.

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