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Britta Rusch zur Bürgermeisterkandidatin gewählt

CSB greift mit Frauenpower an

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Erstmals in der Geschichte des direkt vom Bürger gewählten Bürgermeisters (seit 1999) tritt eine Frau als Kandidatin an: Britta Rusch ist einstimmig während der Versammlung der Christlich-Sozialen Bürgergemeinschaft (CSB) am Freitag ins Rennen um das Amt in die Kommunalwahl am 13. September geschickt worden.

Monika Schönfeld

Britta Rusch (vorn) tritt als Bürgermeister-Herausforderin für die Christlich-Soziale Bürgergemeinschaft an. In ihrem Team sind viele Frauen, unter den ersten sechs Listenplätzen gleich vier. Ihr Ziel ist es, die CDU-Mehrheit zu brechen.  Foto: Monika Schönfeld

„Ich weiß, warum ich es machen möchte“, sagte Rusch (54), Mutter zweier erwachsener Töchter, freiberufliche Englischlehrerin und verheiratet mit Jürgen Schnatmann. „Wir merken, dass der Bürgermeister vor Ort ein CDU-Bürgermeister ist und seit mehr als 20 Jahren im Amt. Es ist sinnvoll, dass frischer Wind ins Rathaus kommt“, sagt Britta Rusch. Sie würde als parteiunabhängiges Stadtoberhaupt frei denken und sprechen, ohne Parteivorgaben ausschließlich nach Sachargumenten entscheiden. „Dafür brenne ich.“

Britta Rusch ist seit mehr als zehn Jahren, seit 2009, aktiv in der Kommunalpolitik und in der CSB. Seit 2016 ist sie Ratsmitglied als Nachrückerin für Uwe Thost und Fraktionsvorsitzende der CSB. Die Bürgermeinschaft hat drei Sitze im Rat und bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren 7,8 Prozent der Stimmen erreicht.

Britta Rusch tritt gegen den Amtsinhaber von der CDU, Hubert Erichlandwehr , an. Weitere Kandidaten sind Philipp Ashton (Bündnis 90/Die Grünen) und Thorsten Baumgart (FDP).

Mitte Februar noch musste die CSB einen Notruf senden : Die Zahl der Aktiven war dermaßen geschrumpft, dass die Bürgergemeinschaft damit nicht bei der Kommunalwahl hätte antreten wollen. Dieser Aufruf und die Ehrenamtsbörse haben der CSB zum Boom verholfen . Zurzeit zählt die Bürgergemeinschaft 40 Mitglieder, 24 waren zur Wahlversammlung gekommen und die meisten davon sind so engagiert, dass es um die Plätze der Reserveliste (entscheidend für ein Ratsmandat) zu Kampfabstimmungen kam. Zur Motivation, sich parteiungebunden politisch engagieren zu wollen, sagten alle, sie wollen die absolute Mehrheit der CDU brechen. Die stellt 17 der 32 Ratsmitglieder (plus Stimme des Bürgermeisters). „Nicht nur meckern, sondern etwas ändern“, „quer denken“ und „schauen, was geht“ wurden als Gründe genannt.

Reserveliste

1. Britta Rusch, 2. Sara Steinbeck, 3. Dustin Schulz, 4. Jutta Kampschulte, 5. Jürgen Schnatmann, 6. Bettina Hörster, 7. Hubert Taibon, 8. Ursula Snelting, 9. Harald Laabs, 10. Karl Heinz Snelting, 11. Michael Geske, 12. Rita Laabs, 13. Klaus Peter Kampsmann, 14. Roswitha Irmer, 15. Horst Dieter Schmelzer, 16. Gerd Borghaus.

Direktkandidaten

für die 16 Wahlbezirke der Stadt: 1: Bettina Hörster; 2: Ursula Snelting; 3: Klaus Peter Kampsmann; 4: Michael Geske; 5: Karl Heinz Snelting; 6: Britta Rusch; 7: Jürgen Schnatmann; 8: Roswitha Irmer; 9: Wolfgang Balewski, 10: Jutta Kampschulte; 11: Harald Laabs; 12: Rita Laabs; 13: Horst Dieter Schmelzer; 14: Sara Steinbeck; 15: Dustin Schulz; 16: Hubert Taibon. Für den Kreistag wurden Britta Rusch und Jürgen Schnatmann nominiert.

Ein Kommentar von Monika Schönfeld

Mehrfach Bravo: Die CSB stellt mit Britta Rusch eine Frau als Bürgermeister-Kandidatin auf. Das ist eine Premiere in Schloß Holte-Stukenbrock. Von den ersten sechs Kandidaten auf der Reserveliste sind vier Frauen, das schafft keine andere Partei dieses Jahr. Seit Februar hat sich die Zahl der Mitglieder auf 40 erhöht. Ein Großteil der Neuen will sich aktiv einbringen, der 19-jährige Dustin Schulz steht auf dem dritten Platz, einem ziemlich sicheren. Eine freie Bürgergemeinschaft gehört in den Rat. Sie hat jetzt schon Impulse gegeben.

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