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Bürger müssen selbst vorsorgen

Da helfen nur noch Sandsäcke

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Land unter! Wenn es nach Phasen der Hitze regnet, dann meist wie aus Eimern. In der Stadt gibt es Stellen, die dann unter Wasser stehen. Manfred Bonensteffen, Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Umwelt, hat im Umweltausschuss beeindruckende Bilder gezeigt.

Monika Schönfeld

In der Senke am Birkenweg in Stukenbrock staut sich bei Starkregen das Wasser. Ende Mai und Anfang Juni war die Fahrbahn 30 Zentimeter überschwemmt. Der Hagelschauer hatte zuvor die Abflüsse mit einer Eisschicht verstopft, so dass nichts abfließen konnte. Foto: Stadtverwaltung

»Ich will für die Starkregen-Problematik sensibilisieren«, sagte Manfred Bonensteffen am Montag im Ausschuss und hat einen Film gezeigt, der Ende Mai am Birkenweg in Stukenbrock entstanden ist. Darauf ist zu sehen, wie innerhalb weniger Minuten das Wasser 3o Zentimeter hoch auf der Straße steht und nicht abfließt. Die Bilder erinnern an Aufnahmen aus den Überschwemmungsgebieten an Flüssen.

Manfred Bonensteffen

Bonensteffen schildert ein Phänomen: »Der Starkregen ist lokal begrenzt. In Stukenbrock schüttete es irrsinnig. In Augustdorf: Null. In Liemke: Null.«

Bonensteffen berichtet, dass es vor dem Starkregen gehagelt hat. Der Hagel hat die Straßenabläufe blockiert. »Die Eisschicht hat verhindert, dass der Regen abfließen konnte.«

Gerade in Stukenbrock gebe es mehrere Senken, in denen diese Überschwemmungen jederzeit wieder passieren können. »Damit müssen wir uns beschäftigen. An diesen Senken wird es kritisch. Allgemein wird davon ausgegangen, dass wir in Zukunft häufiger mit diesem Starkregen und Wetterextremen rechnen müssen.«

Manfred Bonensteffen

Manfred Bonensteffen rät allen Anliegern solcher Senken, selbst vorzusorgen. Einmal durch eine Versicherung, anderseits durch bauliche Maßnahmen. »Lichtschächte sollten gesichert werden, damit dort das Wasser nicht eindringen kann. Schwellen können Wasser an Außentreppen in den Keller aufhalten.« Wer in einem gefährdeten Gebiet lebe, sollte auch darüber nachdenken, einige Sandsäcke bereit zu halten, um die Fluten zu stoppen.

An diesen Stellen nütze es nichts, die Straßenabläufe zu verbreitern. wenn der Kanal voll ist, sei er voll. Und an Gefällestrecken schieße der Wasserschwall ein fach .über die Abläufe hinweg. »Wir können die Bürger nur auf die gefährdeten Bereiche hinweisen und fragen: Habt ihr euch vorbereitet?« Bonensteffen identifiziert die gefährdeten Bereiche neben dem Baumviertel in Stukenbrock zum Beispiel auch an der Bokelfenner Straße und am Alten Markt – überall dort, wo die Straßen ein Gefälle haben und in einer Senke das Wasser stehen bleibt.

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