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Penelope und Filou besuchen das Altenzentrum und verdienen ihr Heu bald selbst

Da stehen zwei Ponys im Rosengarten

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Wann hat man schon mal Ponys im Garten? Wenn es nach den Bewohnern des Altenzentrums Wiepeldoorn geht, dürfen Penelope und Filou, die Mini-Shetlandponys von Lena Kipshagen und Sandra Krietenbrink, öfter zu Besuch kommen.

Monika Schönfeld

Überraschungsbesuch: Die Mini-Shetlandponys Penelope und Filou mit ihren Besitzerinnen Lena Kipshagen (links) und Sandra Krietenbrink (rechts) im Rosengarten des Altenzentrums Wiepeldoorn bei Maike Österwinter (begleitender Dienst) und Christel Buszat (87), die die Tiere mit Apfelstückchen füttert. Foto: Monika Schönfeld

Lena Kipshagen arbeitet als Altenpflegerin im Wiepeldoorn, Sandra Krietenbrink ist Gesundheitsmanagerin und beginnt am 1. September in der Verwaltung des Altenzentrums. Die Arbeitskolleginnen teilen außerdem das Hobby. Filou, damals noch Hengst, kam von der Einjährigenwiese an der Rosenhöhe auf Lena Kipshagen zu und zupfte ihrem Sohn, damals noch ein Baby, die Socke vom Fuß. Der Anfang war gemacht, Penelope kam dazu, die beiden haben einen Sohn und eine Tochter.

Kleinkinder können reiten lernen

Die vier Mini-Shetlandponys sind die Grundlage für eine GbR, die die beiden Frauen gegründet haben. Auf Facebook und Instagram kann man unter »Mini-Fellnasen-Ranch« schon mal schnuppern. »Wir wollen unser Hobby mit anderen teilen. Kinder können in den meisten Reitvereinen erst im Alter ab acht Jahren reiten lernen. Wir wollen das schon Dreijährigen anbieten«, sagen Lena Kipshagen und Sandra Krietenbrink. Ihr Stall steht in Liemke am Wiesenweg 24. Kinder sollen angstfrei mit den kleinen Ponys umgehen lernen. »Wir zeigen ihnen, wie man ein Pony putzt, die verschiedenen Sättel, und wie man darauf reitet.« Das hat sich inzwischen herum gesprochen. »Die Anfragen, auch nach therapeutischem Reiten, sind überwältigend.«

Vor Weihnachten hatten sie Zeit mit den Ponys an krebskranke Kinder verschenkt. »Die Ponys habe ein Gespür für Kinder, behinderte und ältere Menschen und gehen behutsam mit ihnen um. An der Leine verhalten sie sich wie Hunde«, sagt Sandra Krietenbrink. Das will Else Vogelsang (91) gleich mal ausprobieren und führt Filou im Garten herum. »Tiere und Menschen nehmen Kontakt auf. Die Vierbeiner sind oft ein Türöffner, mit dem man Zugang zu den Menschen bekommt«, sagt Maike Österwinter vom Begleitenden Dienst des Altenzentrums. »Wenn ich in die Gesichter schaue, war das eine gute Idee.«

Apfelstückchen verfüttert

Nebenbei erfahren sie, dass Filou seine Fellfarbe wechselt. Der »Windfarbschabracktiger« wird im Winter beige und ist im Sommer grau. Die Bewohner füttern die Ponys mit Apfelstückchen und haben auch nichts dagegen, als eine Pflanze aus dem Garten daran glauben muss. Demnächst verdienen sich die Ponys ihr Heu zumindest zum Teil selbst.

Lena Kipshagen und Sandra Krietenbrink besuchen mit ihren Ponys auch Kindergärten. Wer mehr wissen will, kann sich telefonisch unter der Nummer 01590/1909013 oder per E-Mail melden, s.krietenbrink@web.de.

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