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Tag der offenen Tür: Aquatuning zeigt Neubau an Carl-Zeiss-Straße

Datenspeicher bleiben cool

Schloß Holte-Stukenbrock(WB). Nathanael Draht (38) und sein Team sind zu Beginn des Jahres in ihren Neubau an der Carl-Zeiss-Straße eingezogen, da denkt der Aquatuning-Chef schon über Erweiterungen nach. Der Markt boomt.

Monika Schönfeld

Die Modder Martin und Stefan Blass mit Aquatuning-Chef Nathanael Draht (von links) beim Tag der offenen Tür: Im Neubau ist es fast schon wieder zu eng geworden. Foto: Monika Schönfeld

Nach dem Umzug von Sennestadt in den drei Millionen Euro teuren Neubau hat Nathanael Draht acht neue Auszubildende zur Unterstützung des Teams eingestellt. Damit zählt das Unternehmen im 15. Jahr seines Bestehens mehr als 60 Mitarbeiter und strebt auf einen Umsatz von zehn Millionen Euro zu. Aquatuning besitzt 20 voneinander unabhängige Shops und arbeitet mit 24 Herstellern.

Am Samstag haben die Familien der Mitarbeiter, Freunde und Besucher aus der Stadt hinter die Kulissen geschaut. Aquatuning vertreibt Wasserkühlungen für Computer, Pumpen zum Beispiel für die Aquaristik und einzelne Teile, bietet aber auch Endverbrauchern Unterstützung (Support) bei der Montage oder stellt Videos her, in den gezeigt wird, wie der Computer montiert wird.

300 Besucher waren am Samstag da, am Freitag waren die Firmenkunden eingeladen, am Samstagabend wurde eine Party gefeiert. Für die kleinen Gäste gab es eine Hüpfburg, Interessierte konnten sich von Bereichsleiter IT, Eike Warneke, und anderen Mitarbeitern durchs Unternehmen führen lassen. »Wir sind reiner Distributeur. Wir lassen in China fertigen«, sagt Warneke.

Hingucker waren »getunte« Computer der »Modder« Martin und Stefan Blass. Die 37 und 41 Jahre alten Brüder aus Köln machen seit 16 Jahren aus normalen Computer-Gehäusen ganz ausgefallene. »Wir langweilten uns an einem Winterabend, schauten auf unseren Computer und dachten: Ist der hässlich!« Sie bauten ihn auseinander, lackierten ihn neu und statteten ihn mit feinster Hardware eines Gamer-PCs aus.

Inzwischen leben sie ausschließlich davon. Ihre Modelle (›Bei 500 haben wir aufgehört zu zählen‹), viele nach Vorstellung der Kunden, verkaufen sie, präsentieren sie als Hingucker auf Messen, verleihen sie an Kunden für die Präsentation. »Die Schneeflocke, ein halbes Jahr alt, ist 40 000 Kilometer gereist.« Ein Modell-PC kostet schon mal so viel wie ein Kleinwagen. »Wir haben schon Computer in einen Plastikkäse, in Roboter- und Filmfiguren eingebaut.« Wie das geht, zeigen sie auf Youtube und Facebook und im Internet .

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