1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Schloss-holte-stukenbrock
  6. >
  7. Durchwachsen wie das Wetter

  8. >

Pop-Up-Freizeitpark zieht Bilanz: weniger Besucher als erhofft

Durchwachsen wie das Wetter

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Drei Wochen lang ging es von Donnerstag bis Sonntag auf dem Pollhansplatz rund – unter Corona-Bedingungen als Pop-Up-Freizeitpark, auf eingezäuntem Gelände mit einigen Fahrgeschäften und Imbissbuden . Am Sonntag ist der Rummel zu Ende gegangen. Die Bilanz fällt gemischt aus.

Uschi Mickley

Laura Bernard mit Tochter Amilia und Lisa Marie Aistermann beim Bummel auf dem Pop-Up-Freizeitpark. Die Drei freuen sich über die bunten Ballons. Foto: Uschi Mickley
Sven Röttger und sein Sohn Jonas drehen eine Runde auf dem Autoscooter von Thomas Dorenkamp. Foto: Uschi Mickley

Insgesamt, so schätzt Schausteller Thomas Dorenkamp, kamen etwa 5000 Besucher. „Wir hatten auf mehr Gäste gehofft“, sagt der Park-Chef. Dass die Resonanz hinter den Erwartungen zurück geblieben war, führt er vor allem auf das durchwachsene Wetter zurück. Die drei Samstage, Haupttage für das Kirmesgeschäft, seien allesamt verregnet gewesen. Auch am Finalsonntag war der Besucherandrang eher verhalten.

Thomas Dorenkamp

„Jetzt wären wir normalerweise damit beschäftigt, für Pollhans aufzubauen. Stattdessen wird heute alles abgebaut. Das ist irgendwie verkehrte Welt“, meint der 38-Jährige, während einige Besucher auf seinem Autoscooter über die Bahn sausen. Ob sich der Aufwand finanziell gerechnet habe, um die Verluste des ausgefallenen Frühjahrs- und Sommergeschäftes ein wenig aufzufangen, kann er noch nicht abschließend beurteilen. „Zumindest können wir mit diesen Zahlen arbeiten und mussten kein Geld zulegen“, stellt er fest.

Thomas Dorenkamp

Überhaupt habe er das „Projekt“ nicht bereut, schließlich habe die Schausteller-Familie seit Weihnachten erstmals wieder Geld verdienen können. Er zeigt sich besonders erfreut, dass er und seine Kollegen vor allem Familien und Jugendlichen eine Abwechslung in der Krise bieten konnten. Auch das Hygienekonzept habe hervorragend funktioniert. „Deutschlandweit hat es in sämtlichen Parks keinen einzigen Fall von Corona gegeben“, berichtet er. „Karussell fahren und Zuckerwatte essen, das ist für uns Volksfestatmosphäre. Trinkgelage in Zelten gibt es hier nicht.“ Überdies habe es mit Anwohnern keine Schwierigkeiten gegeben.

In Verl geht’s weiter

Der Pop-Up-Freizeitpark zieht jetzt weiter nach Verl ins Schulzentrum. Angesichts der Corona-Pandemie bangt Thomas Dorenkamp um seine Existenz. Nachdem sich die Fahrgeschäfte in Verl gedreht haben, wird der Autoscooter eingelagert. Sechs von acht regionalen Weihnachtsmärkten, auf denen die Dorenkamps sonst Station machen, haben bereits abgesagt. In der Zeit von Weihnachten bis Ostern könne die Branche derzeit keine Einnahmen erzielen.

Der Schausteller bemängelt, dass er Anfang des Jahres Soforthilfe in Anspruch nehmen konnte, aber seither keine weitere Unterstützung erhalten habe.

Startseite