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Nikolaus „Horst“ Schappler wird am Sonntag 90 Jahre alt

Ein waschechter Nikolaus

Schloß Holte-Stuk...

Mit Nikolaus Schappler feiert am Sonntag ein echter Nikolaus seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar trägt nicht nur den Namen des Heiligen Bischofs von Myra, er wurde auch am Nikolaustag geboren.

Uschi Mickley

Foto: Uschi Mickley

Am 6. Dezember 1930 kam er im ostpreußischen Kerwienen bei Heilsberg zur Welt. Doch was macht eigentlich einen echten Nikolaus aus? Witz, Geist und ein großes Maß an Herzenswärme. All das trifft auf Nikolaus Schappler zu, der von allen Horst genannt wird.

Eine feste Rolle bekleidete er in der Adventszeit alljährlich bei der Seniorengemeinschaft St. Ursula. Für Spaß und strahlende Gesichter sorgte er stets, wenn er bei der Weihnachtsfeier in sein Nikolauskostüm schlüpfte und Geschenke an die Mitglieder verteilte.

Der Jubilar hat immer neue Ideen und strotzt nur so vor Lebensfreude. Und er erzählt nur allzu gern, was er in seinem langen Leben alles erlebt hat.

Die Familie Schappler kam 1950 zunächst nach Wyk auf Föhr, später nach Rheinland-Pfalz. Nach der Schule erlernte er das Bäckerhandwerk. Ab 1970 war er als Verkaufsleiter für das Unternehmen „Ulmer Spatz“ in ganz Westfalen tätig.

Im ehrenamtlichen Vereinsleben der Stadt ist der Jubilar heute nicht mehr wegzudenken. Das Jahresprogramm der Seniorengemeinschaft hatte Horst Schappler bereits bis ins Detail durchorganisiert, als die Pandemie die Pläne durchkreuzte und alle Veranstaltungen abgesagt werden.

Das Singen im Männerchor Schloß Holte ist eine weitere große Leidenschaft des Jubilars. Die Proben, Stammtische, Ausflüge und Kontakte mit den Menschen der Vereine vermisst er sehr, doch er ist eine echte Frohnatur. „Spaß und Humor verliert man nicht“, zeigt sich zuversichtlich. Seine Vitalität ist beneidenswert. Mit einem Heimtrainer hält er sich fit. „Andere bekommen immer mehr Krankheiten, Sie werden immer gesünder“. Das hat ein Arzt ihm kürzlich attestiert. „Es geht halt alles etwas langsamer. Man muss die grauen Zellen immer aktivieren“, sagt Schappler und lacht. Neuem gegenüber ist er noch immer aufgeschlossen. Er surft viel im Internet und tüftelt gern an technischem Gerät.

Mit Akribie schreibt er Noten für den Männerchor. Mit seiner Ehefrau Walburga, mit der er inzwischen seit 63 Jahren verheiratet ist, spielt er täglich Karten. Mit dem Geburtstagskind freuen sich zwei Kinder, vier Enkel und vier Urenkel. Das fünfte Urenkelkind ist bereits unterwegs. Wegen Corona gibt es allerdings in diesem Jahr kein großes Fest. Das soll so bald wie möglich nachgeholt werden.

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