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Stadt befürwortet Antrag der SPD-Fraktion auf mobiles Impfzentrum und will an Kreis sowie Land appellieren

Einsteigen für den Pieks vor Ort

Schloß Holte-Stuk...

Ein Impfbus, der über die Dörfer fährt und in dem an zentraler Stelle vor Ort Corona-Schutzimpfungen für die Bürger vorgenommen werden, die ein Impfzentrum nur schwer erreichen können.

Dirk Heidemann

Ein umfunktionierter Bus als mobile Impfstation, so wie es ihn in Nürnberg gibt, soll in Zukunft auch in Schloß Holte-Stukenbrock halten. Das fordert die SPD-Fraktion, seitens der Stadt wird die Einrichtung eines mobilen Impfzentrums befürwortet. Foto: Daniel Karmann/dpa

Geht es nach der SPD-Fraktion, dann wird ein solcher Bus demnächst auch in Schloß Holte-Stukenbrock Station machen. Über einen entsprechenden Antrag wird am Dienstag, 23. Februar, im Haupt- und Finanzausschuss beraten.

Die Organisation der Impfung regeln die Bundesländer. In Nordrhein-Westfalen sind die kreisfreien Städte und Kreise für die Organisation und Logistik der Impfungen zuständig. Die Kassenärztlichen Vereinigungen des Bundeslandes – in diesem Fall die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe – kümmern sich um das medizinische Personal, die Terminvergabe und die Durchführung der Impfungen.

Die SPD-Fraktion beantragt daher, die regional zuständige Kassenärztliche Vereinigung aufzufordern, für die Allgemeinheit ein mobiles Impfzentrum in finanzieller Eigenverantwortung zu betreiben, um so allen Menschen eine Impfung zu ermöglichen. Die Landesregierung NRW soll aufgefordert werden, mobile Impfzentren rechtlich abzusichern und sich an der Finanzierung zu beteiligen.

„Die SPD in Schloß Holte-Stukenbrock fordert eine konsequente Impfstrategie, bei der alle Bürgerinnen und Bürger so schnell und so unproblematisch wie aktuell jeweils möglich in den Genuss der Impfung kommen“, heißt es in dem Antrag. Allerdings werde es für ältere oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen, die nicht in Senioren- oder Pflegeeinrichtungen leben, sehr schwierig, ein Impfzentrum zu erreichen – schon gar nicht ohne Begleitung. „Auch die Einrichtung eines Shuttle-Dienstes schafft nur scheinbar Abhilfe, ist damit doch ein nicht unerheblicher Fahr-, Betreuungs- und Zeitaufwand für alle Beteiligten verbunden“, steht in dem vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Metin Eser unterschriebenen Antrag.

Die Einrichtung eines mobilen Impfzentrums, wie beispielsweise in Nürnberg vorhanden, sei die bessere, weil sicherere und mit deutlich weniger Aufwand versehene Alternative. Dafür müsse sich ein örtlicher Busunternehmer finden, der sofort in der Lage und willens sei, einen Niederflur-Bus so zu gestalten, dass dieser unter Einhaltung aller medizinischen und hygienischen Anforderungen umgehend startklar ist. „Wenn Menschen nicht eigenständig ein Impfzentrum oder den Impfbus aufsuchen können, müssen sie warten, bis ein für die häusliche Impfung geeigneter Impfstoff verfügbar ist“, heißt es in der Antragsbegründung.

Seitens der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock wird die Einrichtung eines mobilen Impfzentrums befürwortet. Aufgrund der dargestellten Zuständigkeiten soll am kommenden Dienstag der Beschluss gefasst werden, dass der Rat der Stadt an den Kreis Gütersloh appelliert, ein mobiles Impfzentrum in finanzieller Eigenverantwortung zu betreiben, um so allen Bürgerinnen und Bürgern eine Impfung zu ermöglichen. Zudem richtet der Rat der Stadt an die Landesregierung Nordrhein-Westfalen den Appell, mobile Impfzentren rechtlich abzusichern und die Finanzierung zu übernehmen.

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