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Tiere und Pflanzen der Senne – ein Geburtstagsgeschenk

Emserlebnis mit Quiz

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). „Familien mit Kindern machen gerne ein Quiz daraus. Welches Bild zeigt die Blindschleiche, welches den Sonnentau, welches den Eisvogel?“ Dietmar Gebauer aus der Projektgruppe Freizeit und Tourismus des Vereins „Unser Dorf Stukenbrock-Senne“ will den Familien Abwechslung bieten. „Wenn ihnen jetzt die Decke auf den Kopf fällt, weil die Kinder den ganzen Tag zu Hause sind, können sie an die frische Luft. Gerade der Ems-Erlebnisweg bietet für Kinder Lehrreiches und viel Spaß.“

Monika Schönfeld

Tiere und Pflanzen der Senne sind neu: Ludwig Teichmann (links) hat die Fotos gemacht, die Dietmar Gebauer präsentiert. Foto: Monika Schönfeld

Passend zum zehnjährigen Bestehen des Ems-Erlebnisweges hat die Projektgruppe an der Kreuzung des Waldweges mit dem Jägergrund eine neue Tafel aufgestellt, finanziert mit einem Heimat-Scheck des Landes NRW. „Tiere und Pflanzen der Senne“ werden mit 35 Bildern des Ortsheimatpflegers Ludwig Teichmann vorgestellt. In der Liste werden Tiere und Pflanzen benannt, auf den Bildern kann man sie suchen, bevor es weitergeht.

„Der Ems-Erlebnisweg ist neben dem Weg durchs Furlbachtal als Premium-Wanderweg ausgezeichnet worden“, sagt Dietmar Gebauer. Auf dem „Rückweg“ sei nicht ganz so viel zu erleben wie auf dem „Hinweg“ zu den Emsquellen, deshalb sei die Fototafel hier bestens platziert.

Kontaktlos, aber lehrreich

Der 4,9 Kilometer lange Weg sei gut in 1,5 Stunden zu schaffen. Wenn die Kinder an den Stationen spielen wollen, dauert es ein bisschen länger. Zurzeit entfällt aber der Besuch der Ems-Erlebniswelt, die wegen der Coronavirus-Gefahr geschlossen ist. Aber dennoch wird hier bei jedem Wetter etwas geboten. Der Weg führt von der St.-Achatius-Kirche in Stukenbrock-Senne entlang des Jägergrundes parallel zur Panzerringstraße zu den Emsquellen (mit Steg und barrierefreiem Skywalk) durch das Naturschutzgebiet Moosheide mit dem Weideprojekt Senner Pferde zum Ems-Infozentrum und zurück zur Ems-Erlebniswelt.

Neben der neuen Tafel gibt es acht Ruhebänke, eine Baumelbank, ein Schutzdach an der Quelle mit zwei Tischen und vier Bänken, 18 Infotafeln am Rundweg, einen Balancierbalken, ein Stein-Rechenspiel, ein Holz-Klangspiel – und wenn wieder Kontakt erlaubt ist, ein Spielplatz, eine BMX-Dirtbahn, die Rad- und Wanderstation und ein Gartencafé. Der Sowjetische Ehrenfriedhof liegt an diesem Weg. Teile des Ems-Erlebnisweges sind auch Teil der beliebten Boßelstrecke BO1. An drei Stellen können sich die Besucher mit Prospekten und Broschüren über das Wandern und das Radfahren rund um Schloß Holte-Stukenbrock informieren. In Stukenbrock-Senne laufen zehn Radwege und sechs Wanderwege zusammen.

Die Initaitoren

An der Planung waren 2010 beteiligt: Stadtverwaltung, Bauhof und Marketing der Stadt, Heimat- und Verkehrsverein, Biologische Station Paderborn-Land-Senne, die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Gütersloh, die Bundesanstalt für Immobilien, Sparte Bundesforst, Sponsoren und das Projektteam der Gemeinschaft „Stukenbrock-Senne hat Zukunft“. Die Gemeinschaft hat sich später als Verein formiert unter dem Namen „Unser Dorf Stukenbrock-Senne“. „Das Projektteam hat sich in den zehn Jahren 15 Mal getroffen, um den Ems-Erlebnisweg weiterzuentwickeln“, sagt Dietmar Gebauer.

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