1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Schloss-holte-stukenbrock
  6. >
  7. Eng mit Familie und Religion verbunden

  8. >

Horst Oswald Gellers Ahnen haben die Brüdergemeine und die Stadt Herrnhut gegründet

Eng mit Familie und Religion verbunden

Schloß Holte-Stuk...

Horst Oswald Geller ist mit dem Herrnhuter Stern groß geworden. Er hing zur Weihnachtszeit immer im Wohnzimmer der Familie, sein Großvater Oswald hat ihn in der Schule der Brüdergemeine noch selbst gefaltet. „Der Stern ist für mich Familien- und Religionsgeschichte“, sagt Horst Geller.

wn

Für Horst Oswald Geller ist der Herrnhuter Stern ein Teil Familien- und Religionsgeschichte. Die Familie zählt zu den Gründern der Brüdergemeine und der Stadt Herrnhut. Foto: Monika Schönfeld

Familientradition ist auch der Vorname Oswald. Der erste Oswald Geller, der seinen Familienstammbaum anführt ist mit dem Geburtsdatum 1646 angegeben. Aber schon davor gab es Gellers, nur das Geburtsdatum ist nicht erforscht. Seine Ahnen gehören zu den Gründern der Brüdergemeine. „Wir Gellers haben das Reise-Gen der Missionare und den Gesang und das technische Verständnis im Blut“, sagt Horst Geller (73), der selbst einen technischen Beruf ausgeübt hat und im Männerchor 1905 Schloß Holte singt. Die Brüdergemeine, Mitglied der Evangelischen Kirche Deutschlands, habe in NRW 300 Mitglieder. Auch Horst Geller gehört ihr an.

Die Herrnhuter Sterne aus Sachsen sorgen seit zwei Jahrhunderten dafür, dass Weihnachten noch stimmungsvoller wird. Ihren Ursprung haben sie in den Nachfahren der Bruderunität, die sich nach ihrer Vertreibung aus Böhmen und Mähren in der Oberlausitz niederließ. Dort fanden sie eine neue Heimat in dem von ihnen gegründeten Ort Herrnhut. Eine wichtige Aufgabe dieser evangelischen Freikirche war schon immer die Missionsarbeit, sodass viele Mitglieder der Gemeinde oft reisten. Die Kinder dieser Missionare lebten meist in einem Internat in Herrnhut, wo die Gemeinde für ihre Bildung und Erziehung sorgte.

In diesem Internat haben die berühmten Weihnachtssterne ihren Ursprung. Dabei erfüllte das Bauen der Sterne zweierlei Zweck: Zum einen schulte es das geometrische Verständnis der Kinder, zum anderen diente es als Ablenkung und Trost in der Weihnachtszeit, in welcher die Kinder ihre missionierenden Eltern oft sehr vermissten.

1925 wurden die leuchtenden Herrnhuter Sterne weiterentwickelt zum Patent angemeldet. Das Grundprinzip der Herrnhuter Weihnachtssterne ist bis heute gleich geblieben: Aus 25 Zacken bestehend können sie selbst zusammen- und auch wieder abgebaut werden. Bis heute werden die Bauteile in der Herrnhuter Manufaktur von Hand gefertigt und geliefert. Jedes Jahr wird eine neue Farbe als Sonderedition herausgegeben, die dann nur kurzzeitig verfügbar ist.

Der Vertrieb der Herrnhuter Sterne steht unter Gebietsschutz. In Schloß Holte-Stukenbrock werden die Sterne in der Tischlerei Eikenbusch an der Oerlinghauser Straße verkauft.

Startseite
ANZEIGE