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Wettermoderatorin Claudia Kleinert bei der Festkundgebung des Baustoffmarkts Happe

Es wird heiß!

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Nach zwei Tagen Regen verwöhnt am Pollhansmontag die Sonne die Besucher. Das Wetter ist immer Thema. Gar nicht genug davon haben 400 Besucher am Sonntag beim Frühschoppen des Baustoffhandels Happe bekommen. Wettermoderatorin Claudia Kleinert berichtete, wie sich das Klima wandelt.

Monika Schönfeld

Der Baustoffmarkt Happe hatte zur Festkundgebung geladen: (von links) Hörmann-Verkaufsleiter Michael Schwab, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Ulrich Helmut Happe, Claudia Kleinert und Happe-Niederlassungsleiter in Schloß Holte-Stukenbrock, Georg Winter. Foto: Monika Schönfeld

»Wir haben uns inzwischen angewöhnt, das Wetter neutral zu beschreiben«, sagte Claudia Kleinert im Déjà-Vu-Zelt. »Gutes Wetter ist ja nicht immer für alle gut. Für manchen Landwirt ist zu bestimmten Zeiten Regen gutes Wetter.«

Das Klima habe viel mit dem Verhalten der Menschen zu tun. Natürlich werde das Klima davon beeinflusst, wie wir leben. »Ein Weiter-So-Szenario ist ein Katastrophen-Szenario.« Warme Luft speichere Feuchtigkeit. Regen sei gar nicht das Problem. Nachweisbar seien häufigere Wetterextreme wie Starkregen mit Überflutungen. »In kurzer Zeit kommt viel Wasser runter. Viel auf einmal ist immer ein Problem.«

Durchschnittstemperatur steigt an

Wenn im Sommer in Südfrankreich Temperaturen wie in Südafrika herrschen, geht das an die Gesundehit und Leistungsfähigkeit der Menschen. »Plötzlich wird es ein Thema, wie ich meine Bude kalt kriege. Und: Wie heize ich, ohne das Klima zu belasten?« Starkregen, Hagel, Sturzflut, Schnee und Dürre seien nicht mehr, aber hefiger geworden. Eine Kollegin habe die Temperatur seit 2011 bis heute mit denen von 1961 bis 1990 verglichen. »16 Monate waren zu kalt, 84 zu warm.« Bis 2025 werde die Durchschnittstemperatur in Deutschland um 2,2 Grad ansteigen. »Die Sommer werden heißer. 25 Prozent weniger Regen im Sommer werden durch 25 Prozent mehr Regen im Winter nicht ausgeglichen, weil der Boden im Winter nicht so viel Feuchtigkeit aufnimmt. Das heißt: Die Wahrscheinlichkeit für Überschwemmungen wird größer.«

Grüne Lungen schaffen

Es wird heiß. Man müsse sich also darum kümmern, grüne Lungen in Städten zu schaffen, Bäume pflanzen, den Auswirkungen von Überschwemmungen vorbeugen, Kanalsysteme anpassen und Warnsysteme installieren.

Geschäftsführer Ulrich Helmut Happe legt Wert auf den Hinweis, dass er Claudia Kleinert schon vor zwei Jahren als Referentin angefragt habe. Mit dem Klima-Thema wolle sein Unternehmen weder auf einen fahrenden Zug aufspringen, weil es gerade modern sei, noch wolle er politisieren. Allerdings ist das Klima das tägliche Geschäft eines Baustoffhandels, wenn es darum geht, Häuser zu dämmen oder umweltfreundliche Baustoffe anzubieten.

Es war die siebte Festkundgebung des Unternehmens am Pollhanssonntag. Als Industriepartner stellte Verkaufsleiter Michael Schwab Hörmann aus Steinhagen vor. Das Familienunternehmen in vierter Genartion fertigt Tore für Garagen und Industrie, Zufahrtskontrollen, Automaten und Schranken für Parkhäuser und mehr – ausschließlich in Deutschland. »Wir denken grün«, betont Schwab. »Was geht, machen wir auch.«

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