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Köstlich: Duo „Boogielicious“ begeistert im Kulturforum am Altenkamp

Flotter Boogie-Abend löst Beifallsstürme aus

Schloß Holte-Stukenbrock (cas). Gisela Springensguth, Vorstandsmitglied des Kulturkreises Schloß Holte-Stukenbrock, steht eher auf klassische Musik. Doch bei der zweiten Performance des kongenialen Duos „Boogielicious“ im Forum am Altenkamp wippen auch ihre Füße im Takt des Boogie-Woogies mit. „Das war wirklich klasse“, schwärmt sie. Auch ihre aus Herford angereiste Schwägerin Brigitte Berning ist begeistert. Die 83-Jährige blickt dabei zurück: „Diese Musik erinnert mich an meine Jugend.“

Uwe Caspar

„Shake, Rattle and Rock’n’Roll“ sorgt auch bei Beate Zimmermeister (links) und Heike Holtmann für Superlaune.

Der Boogie mit all seinen Facetten ist trotz seiner langen Tradition aber nicht angestaubt. Eeco Rijken Rapp (Piano/Gesang) aus Holland und der Bielefelder David Herzel (Schlagzeug), die seit 2007 zusammen musizieren, haben die jazzigen Töne der 20er- bis 40er-Jahre erfolgreich ins aktuelle Jahrhundert transportiert und die von Blues bis Rock ‘n’ Roll reichenden Stücke zum Teil mit eigenen Improvisationen unterlegt. Das beweisen sie auch eindrucksvoll im Kulturforum, wo sie für ihren rasanten Auftritt mit Beifallsstürmen belohnt werden.

Zwischen den Stücken unterhalten beide ihr Publikum mit historischen Boogie-Anekdötchen. Ihre Tourneen führen den Pianisten und den Drummer durch ganz Europa, da läppern sich jährlich bis zu 80.000 Kilometer zusammen. „Eigentlich sind wir Berufskraftfahrer, die nur nebenbei Musik machen“, scherzt Herzel.

Zu seinem Bedauern lockt ihre zeitlose Musik kaum junge Leute an, auch im Altenkamp-Forum sind ein 16- und ein 27-Jähriger die mit Abstand jüngsten Zuhörer. „Mein Opa hat mich mitgenommen“, erzählt Musikstudent Leo Bartz (27). In Frankreich dagegen, berichtet David Herzel, begeistere der Boogie auch die jüngere Generation: „Wir haben dort schon vor 1000 Leuten gespielt, die alle unter 30 waren.“ Es störe ihn aber nicht, vor ergrauten Besuchern zu trommeln. Denn: „Sie haben viel Ahnung!“ Zum Abschluss heizt das Duo mit der fetzigen Nummer „Shake, Rattle and Rock‘n’Roll“ ein. Und einen „Schloß Holte-Blues“ gibt es natürlich auch noch.

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