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In Stukenbrock dürfen die Fußballer hingegen wieder auf den Platz

Frust beim SC Waldeslust

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Freude beim FC Stukenbrock, Frust beim SC Waldeslust. Während am Kruskotten am späten Montagnachmittag die ersten Nachwuchsfußballer endlich wieder trainieren durften, sehen sich die Liemker nicht in der Lage, die Auflagen des Landes NRW zu erfüllen. Bis mindestens 31. Mai bleibt das Sportgelände des SCW somit geschlossen.

Dirk Heidemann

Die Jugendfußballtrainer Stephan Femfert (links) und Peter Scharmann machen es vor: Wer die Sportanlage des FC Stukenbrock am Kruskotten betreten will, der muss sich die Hände desinfizieren. Zudem gilt es die Hygieneregeln zu beachten. Foto: Dirk Heidemann

Mit vier Mannschaften startete der FC Stukenbrock am Montag den Trainingsbetrieb nach der durch das Coronavirus bedingten Auszeit. Die F1- und E1-Jugend wurden wie gewohnt von Stephan Femfert (41) sowie Peter Scharmann (46) betreut, nebenan schwitzten die C1- und die B1-Jugend. Gestern Abend stiegen die beiden Herrenmannschaft wieder ein, heute folgen die Damen und die U17-Mädchen. „Die Jungs sind noch etwas verhalten. Vor allem vermissen sie die Rituale, wie das Abklatschen vor und nach der Einheit“, sagt Stephan Femfert, der zur ersten Übungsstunde immerhin zwölf Kinder begrüßen durfte. Statt Zweikampfführung stand zunächst Torschuss und Wettlauf auf dem Trainingsplan.

Checkliste mit sechs Punkten abarbeiten

Vorher musste eine Teilnehmerliste ausgefüllt werden, auf der Vor- und Nachname sowie die Adresse vermerkt wurden. Zudem hatten die Trainer eine sechs Punkte umfassende Checkliste abzuarbeiten. Nur, wenn alle Punkte erfüllt werden können, ist das Training am Kruskotten überhaupt erlaubt. Vor dem Betreten des Sportplatzes müssen die Hände desinfiziert werden, auf einem Schild sind die Hygieneregeln bebildert dargestellt. Ein Infozettel, der im Kabinengang aushängt, informiert über die Corona-Maßnahmen des Fußballabteilung des FC Stukenbrock. Demnach werden alle geforderten Auflagen der Verbände DFB/FLVW, des Landessportbundes und der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock erfüllt.

Vorstand SCW Liemke

Ganz anders stellt sich die Situation beim SCW Liemke dar. Dort herrschte nach Durchsicht des achtseitigen Dokuments, das am 11. Mai von der Stadt kam, relativ schnell Resignation. „Die zu erfüllenden Auflagen sind extremst hoch und für Vereine, Trainer und Vorstände kaum zu erfüllen. Auch haben die dann möglichen Aktivitäten kaum etwas mit Fußball zu tun“, teilte der Vorstand seinen Mitgliedern mit. Auf explizite Nachfrage beim Verband sei zudem bestätigt worden, dass der Vorstand persönlich in Regress genommen werden könnte, sollte aufgrund Nichteinhaltung einer dieser vielen Auflagen ein Schaden entstehen. „Spätestens da war uns klar, dass wir deshalb bis mindestens 31. Mai unser Sportgelände geschlossen halten und keine Aktivitäten anbieten“, so der Vorstand.

Kunstrasen von 1998 entdeckt

Zurück zum FC Stukenbrock. Dort hatte die Corona-Zwangspause sogar einen positiven Nebeneffekt. Bei Pflegearbeiten kam hinter dem Hauptplatz ein alter, verstaubter Kunstrasen von 1998 zum Vorschein, der jahrelang in Vergessenheit geraten und nicht mehr genutzt worden war. Aus dem Geläuf mit den Ausmaßen eines Futsal-Feldes wurde der Sand herausgebürstet, heute will die Stadt mit einer Kehrsaugmaschine anrücken und dem Platz den letzten Schliff verleihen. „Dann kommt eine Bande drum herum und die Kids können darauf kicken“, freut sich Peter Glissmann (60), Koordinator Spielbetrieb und nach eigener Aussage „Mädchen für alles“ beim FCS.

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