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Adventsausstellung an diesem Sonntag im Heimathaus 

Fundgrube des Besonderen 

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/kl). Wer auf der Suche nach ungewöhnlichem aber hochwertigen Advents- und Weihnachtsschmuck ist, der ist an diesem Sonntag im Heimathaus richtig.

Barbara Balsliemke, Heribert Faupel und Elisabeth Mücke präsentieren eine Auswahl der kunsthandwerklichen Arbeiten, die am Sonntag im Heimathaus zu sehen und zum größten Teil auch gekauft werden können. Foto:

 Zum vierten Mal lädt der Heimatverein zur Adventsausstellung mit Elisabeth Mücke und Barbara Balsliemke ein. Organisator Heribert Faupel freut sich auf regen Besuch zwischen 10 und 17 Uhr. In den vergangenen Jahren waren es immer mehr als 100 Besucher, die im Laufe des Sonntags eingekehrt sind.

 Auch diesmal wird es neben den kunsthandwerklichen Angeboten Kaffee und Kuchen geben, serviert von Renate Rudolph, Bernadette Bremehr und Veronika Murke. Ein neues Angebot richtet sich an die jungen Besucher. Zwischen 14 und 15 Uhr ist Märchenstunde. Mechthild Faupel wird im Obergeschoss des Hauses vorlesen. »Wir wollen das zunächst auf diese eine Stunde beschränken, um zu schauen, wie das ankommt«, sagt Heribert Faupel.

 Elisabeth Mücke zeigt einen Brauch, der aus Süddeutschland und Österreich kommt: Wachsstöcke. Das sind meist kunstvoll gefertigte Gebilde, die aus Kerzenmeterware hergestellt werden, natürlich aus hochwertigem Bienenwachs. Im Ursprung auch zum Abbrennen gedacht, haben kunstfertige Menschen die Gestaltungsmöglichkeiten solcher Kerzenschnüre entdeckt. Und so entstehen die unterschiedlichsten Formen, überladen mit Verzierungen und Bildern, häufig religiöse Motive, die natürlich niemand mehr anzünden will.

 »Ich habe einen Wachsstock von 1920 zum Geburtstag geschenkt bekommen«, erzählt Elisabeth Mücke. Den wird es nicht zu sehen geben, aber dafür zeigt sie eine private Sammlung einer Bekannten aus Schloß Holte-Stukenbrock und natürlich selbst gemachte Wachsstöcke. So genannte Klosterarbeiten gehören zu den Verzierungen, das sind filigrane Kunstwerke aus Gold- oder Silberdraht, Perlen und anderem Material. Die Herstellung solcher Klosterarbeiten wird Elisabeth Mücke am Sonntag vorführen. Daneben hat sie Engel, die einen Körper aus aus Treibholz haben.

 Auch Barbara Balsliemke wird erneut zeigen was sie kann, diesmal bei der Herstellung von so genannten Quilling-Schmuck, das sind Sterne, Engel und mehr aus schmalen Papierstreifen. Die Quilling-Technik war bereits Thema ihrer Oster-Ausstellung, seinerzeit mit Hahn und Henne, sehr aufwändig und nur auf Nachfrage. Bei den Sternen und Engeln ist das anders, die kann man gegen Bezahlung mitnehmen.

 Daneben hat Barbara Balsliemke einen Papierkranz, der aus den bedruckten Seiten von Büchern hergestellt worden ist, im konkreten Fall aus einem alten Messbuch. Etwa 300 quadratische Blätter hat sie einzeln auf einen Rohkranz, wie man ihn auch zum Binden verwendet, geklebt.

 Schließlich gibt es bemalte Christbaumkugeln oder Spandosen und mehr.

 Bilder von Thomas Schmelter, einem Schloß Holte-Stukenbrocker, der an Muskelschwund erkrankt ist, sind außerdem zu sehen. Die farbenfrohen Werke hat Schmelter mit Graphitstift, Buntstift und Pastellkreide zu Papier gebracht, was für ihn auch eine therapeutische Beschäftigung ist. Da er zurzeit eine Kur in einer Spezialklinik macht, wird er nicht persönlich anwesend sein.

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