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»Highland Dragon Pipe Band« probt in der Polizeischule Schloß Holte-Stukenbrock und feiert dieses Jahr Jubiläum

Gänsehaut bei 130 Dezibel

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die »Highland Dragon Pipe Band« ist eine Dudelsack-Band mit Mitgliedern aus ganz Ostwestfalen. In diesem Jahr wird das Ensemble 15 Jahre alt und feiert dieses Jubiläum im Dezember mit einem Konzert im Bürger- und Schützenhaus Hövelhof.

Matthias Kleemann

So kann man die Band erleben, wenn sie bei Stadtfesten oder Umzügen auftritt. Wenn die Musiker in der Polizeischule proben, verzichten sie allerdings auf das Outfit mit Schottenrock und Pelzmütze. Foto: Markus Kremer

In Schloß Holte-Stukenbrock sind die Musiker ein- oder zweimal aufgetreten, trotzdem dürften sie zumindest in Stukenbrock-Senne einen überdurchschnittlichen Bekanntheitsgrad haben. Die Musiker üben nämlich seit neun Jahren einmal wöchentlich auf dem Gelände der Polizeischule.

Wer jemals eine Dudelsack-Band aus der Nähe gehört hat, der weiß, wie laut ein schottischer Dudelsack sein kann. Messungen haben bis zu 130 Dezibel ergeben. Zumindest während ihrer Übungsabende im Freien sind die Dudelsack-Spieler also weit in das Dorf hinein zu hören. Das hat ihnen nette Reaktionen eingebracht und sogar ein neues Mitglied.

Zugehört und mitgemacht

Lukas Pryde, inzwischen sogar Leading Drummer (erster Trommler) bei den »Pipes«, ist auf diese Weise vor einigen Jahren zur Band gestoßen. »Wir saßen abends beim Grillen auf der Terrasse, als ich die Musik gehört habe«, erzählt er. »Das Grillen war vergessen. Ich bin sofort hingefahren.« Dabei hatte der junge Mann bis dahin ein ganz anderes Hobby, war Go-Kart gefahren und das auch bei vielen Wettbewerben. Nun also spielt er die »Snare«, das ist eine kleine Trommel mit einer ungewöhnlich harten Bespannung (750 bis 800 Kilogramm).

Die Band hat nicht nur Mitglieder aus ganz OWL, auch der Altersschnitt ist gemischt. Der jüngste, Jan Luca Fritsch (11 Jahre) ist erst vor einem halben Jahr zur Band gestoßen und trainiert fleißig an der Trommel, ältester aktiver Spieler mit 67 Jahren ist Rüdiger Pieper. Er gehört auch zu der Handvoll Gründungsmitglieder, die sich im Jahr 2002 zusammenfanden, um beim Helpuper Dorffest zu Pfingsten am Festumzug teilzunehmen. »Wir haben damals im verschiedenen Bands gespielt und sind dann einfach zusammen geblieben. Nach und nach sind die anderen dazu gestoßen.«

Der ausführliche Bericht steht in der Freitagausgabe des WESTTFALEN-BLATTES Schloß Holte-Stukenbrock vom 12. Mai.

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