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Pfarrkarneval in Sende bietet beste Unterhaltung mit Sketchen und Tanz

Ganz im Stil der 50er-Jahre

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Wir lassen für euch die 50er-Jahre Revue passieren. Auch Tutti Frutti wird geboten, die Show wird heute präsentiert, so wie einst Hugo Balder sie dem Publikum serviert hat«, wird die Narrenschar im Sender Pfarrheim frohlockend begrüßt.

Manuela Fortmeier

Zusammen präsentieren sie sich im Look der 50er-Jahre: Beate Siekmann, Claudia Vorreiter, Barbara Steinmann, Pfarrer Karl-Josef Auris, Nicole Brill und Kirsten Großerüschkamp. Foto: Manuela Fortmeier

Klara Aistermann, Nicole Brill, Barbara Steinmann, Kirsten Große­rüschkamp, Claudia Vorreiter und Udo Jacobebbinghaus vom St.-Heinrich-Rat mit Unterstützung durch Beate Siekmann vom Kirchenvorstand St. Heinrich haben zum fünften Sender Pfarrkarneval eingeladen. Mit einem bunten Programm haben sie den mehr als 80 Gästen einen humorvollen Abend beschert.

Energiegeladen, mit fetziger Rock‘n’Roll-Musik und temperamentvoll stürmen die Aktiven in den Saal. Mit wehenden Haaren, schwingenden Petticoats, bunten Sonnenbrillen, mittendrin der hüftschwingende Elvis und das gleich in doppelter Gestalt. Verbirgt sich hinter einem Outfit Udo Jacobebbinghaus, bemerken die feiernden Jecken erst auf den zweiten Blick, dass sich auch Pfarrer Karl-Josef Auris mit schwarzer Perücke und blauem Edelsakko in den Reigen der wilden Rock‘n’Roller eingereiht hat. Das Publikum ist hellauf begeistert. Sofort springt der Funke über, die Jecken sind außer Rand und Band und feiern mit.

Partystimmung

Angereichert durch Sketche, steigt die Partystimmung von Stunde zu Stunde. Man darf dabei sein, wie die Aktiven auf der Bühne ohne Worte, aber durch grandiose Mimik und Gesten zeigen, was Mann und Frau in einem Kino so alles erleben können, und zwar, wenn der Nebenmann an den engen Plätzen immer wieder vorbei möchte, oder die feine Dame ständig den Lippenstift, das Mundwasser und zu guter Letzt sogar die Zahnseide rausholt und aktiv wird. Der schnarchende Nebenmann muss ebenso hingenommen werden, wie der Kinobesucher, der in der Nase popelt, um wenige Sekunden später genüsslich weiter sein Popcorn laut schmatzend in sich hinein zu stopfen.

Zum Kreischen schön, als wenig später das Cellulite-Lied zur Melodie von »Ti amo« gesungen wird, bei dem die Akteure die Cellulite durch Luftballone an den Hüften extrem simuliert haben. »Warum erschuf der liebe Gott uns Dellen, an Popo und Beinen, warum hat er sich das getraut – die Orangenhaut?«, heißt es darin. Doch dann ein kleiner Nadelpieks, und die Cellulite ist verschwunden. »Wenn das doch immer so einfach wäre«, raunen die Frauen im Saal.

Nicht zu viel versprochen hat das Team auch im Sketch »Die neue App«, mit der sie humorvoll den geplanten neuen Hotspot auf die Schippe nimmt und eine besondere, in Sende kostenlose, App zuvor testet.

Flotte Sohle

Mit Stimmungsliedern dreht DJ Thorsten Mende richtig auf. Da rockt Peter mit der Heidi, legen die Teufelchen und Hexen eine flotte Sohle aufs Parkett, schwingen Cowboys ihre Hüften, nutzen »Sträflinge« ihren »Freigang« zum Tanzen. Sogar ein bunter Schmetterling hat sich im Pfarrheim verflogen, der seine Flügel ausbreitet und tanzen kann.

»Wir kommen immer wieder gerne nach Sende zum Pfarrkarneval. Alle geben sich viel Mühe, hier feiern Generationen zusammen, und das Ambiente ist auch wunderschön«, sagt Giesela Hörster die mit ihren Töchtern Bettina und Sabine und Freunden gekommen ist. Mit aufwendigen Kostümen und viel Liebe zum Detail lassen auch Alexander Evert, er ist in die Rolle von Captain Jack Sparrow geschlüpft, und seine Frau Monika, die den Part von Elizabeth Swann übernommen hat, Erinnerungen an den erfolgreichen Piratenfilm »Fluch der Karibik« aufleben.

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