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André Kuper wird Lenkungsgruppe Stalag 326 leiten

Gedenkstätte sichern

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Innerhalb der nächsten zwei Monate wird eine Lenkungsgruppe unter dem Vorsitz des NRW-Landtagspräsidenten André Kuper die Arbeit aufnehmen. Ihre Aufgabe wird sein, die Dokumentationsstätte Stalag 326 dauerhaft zur nationalen Gedenkstätte zu entwickeln und die Finanzierung dauerhaft zu sichern.

Monika Schönfeld

NRW-Landtagspräsident André Kuper und seine Frau Monika kamen am Samstag mit guten Nachrichten zur Besichtigung des CDU-Stadtverbands in die Gedenkstätte Stalag 326. Die Arbeit soll dauerhaft auf finanziell solide Füße gestellt werden. Foto: Monika Schönfeld

Das sagte André Kuper am Samstag am Rande seiner Stippvisite in der Dokumentationsstätte. Der CDU-Stadtverband hatte seine Mitglieder zur Besichtigung der Gedenkstätte eingeladen. 40 Mitglieder haben die Einladung angenommen, um sich vor dem Sommerfest, das später im Gasthof Zum Kuhkamp stattfand, über die Arbeit der Dokumentationsstätte Stalag 326 zu informieren. Stadtverbandsvorsitzender Klaus Dirks, Stellvertreter Lars Pankoke und stellvertretender Bürgermeister Hans Schäfer leiteten die Gruppe.

NRW-Landtagspräsident André Kuper

André Kuper, nach der Landtagswahl im Mai in der Verantwortung, will sein Bekenntnis zum Erhalt der Gedenkstätte Stalag jetzt in die Tat umsetzen. »Wir wollen die vielen Initiativen bündeln, die sich für das Stalag einsetzen und einen Profilierungswettkampf vermeiden.« In der Lenkungsgruppe, deren Vorsitz Kuper übernimmt, sollen Vertreter der politischen Fraktionen aus OWL, Bürgermeister, Landrat, der EU-Abgeordnete Elmar Brok, Vertreter der Landesregierung und des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 sein.

Baracken auf der Liegenschaft erhalten

Mit dabei wird auch Michael Frücht sein, Leitender Polizeidirektor und Chef des Landesamts für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW, da sich die Dokumentationsstätte im denkmalgeschützten Arrestgebäude auf dem Gelände der Polizeischule befindet. »Wir haben bereits abgesprochen, dass die letzten Baracken auf der Liegenschaft erst mal erhalten werden«, sagte Kuper im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

Da der Förderverein sich demnächst auch um die Nachkriegszeit (Internierungslager zur Entnazifizierung, Sozialwerk Stukenbrock) kümmern soll, wird der Platz im Arrestgebäude nicht ausreichen. »Es ist gut, dass solch eine Gedenkstätte unter dem Schutz der Polizei steht«, sagt Kuper. »Allerdings ist die Situation des Zugangs unbefriedigend. Wir arbeiten daran, das zu verbessern.« Ziel der Lenkungsgruppe sei, die Gedenkstättenarbeit weiter zu professionalisieren. »Das heißt auch, dass sich das kommunale Engagement erhöhen muss.«

Teil der Geschichte der Stadt

Der Vorsitzende des Fördervereins Stalag, Manfred Büngener, freute sich über den Besuch der CDU. »Wir möchten, dass die Bürger ein Verhältnis zu diesem Ort bekommen.« Dieser Teil der Geschichte der Stadt sei nichts Aussätziges, sondern ein Teil der deutschen Geschichte, mit dem man sich auseinandersetzen müsse. Klaus Dirks sagte, die CDU werde die Arbeit der Gedenkstätte »soweit es möglich ist stützen und nach vorne tragen.«

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