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Unternehmerverband fördert Gesamtschüler in „Junior MINT Werkstatt“

Gründergeist sucht IT-Lösung

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Gesamtschüler aus der Klasse 9 sind immer noch ganz begeistert, wie viel Mühe sich die „Junior MINT Werkstatt“ mit ihnen macht. „Für viele war es neu, so im Mittelpunkt zu stehen. Man merkt, dass ihnen die Nachwuchsarbeit wichtig ist“, sagen Übergangscoach Lena Lenz und Mathe- und Physiklehrerin Mareike Wilhelm-Falkenberg.

Monika Schönfeld

Das Team der Gesamtschule wird begleitet von Christian Deittert (3. von links), der bei ARI-Armaturen im Business Development arbeitet. Die Skizze ihres Produktes, eines E-Planers fürs Handy, haben die Schüler als Lego-Modelle gestaltet. Der Unternehmerverband für den Kreis Gütersloh fördert die Schülerfirma. Foto: Monika Schönfeld

Mit dabei sind aus der Klasse 9A Jean Radowsky, Gülsüm Türker, Marlon Kleinegrauthoff, Tugba Kücük und Ayla Aksakal und aus der Klasse 9D sind es Vadim Rempel, Niklas Meyer und William Gossen. Sie bilden eins von drei Teams, die eine Geschäftsidee für ein Produkt aus dem MINT-Bereich entwickeln (MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) . Die Teams aus dem Evangelisch-Stiftischen Gymnasium Gütersloh, der Gesamtschule Schloß Holte-Stukenbrock und der Freiherr-vom-Stein-Realschule Gütersloh arbeiten dabei eng mit Mentoren aus der Wirtschaft zusammen aus den Unternehmen Fritz Husemann, Miele und ARI-Armaturen.

Die Junior MINT Werkstatt war zum 100. Geburtstag des Unternehmerverbandes für den Kreis Gütersloh mit dem Verband der Metall- und Elektroindustrie für den Kreis Gütersloh gegründet worden. Schüler sollen hier Wirtschaft erleben und mit einer Schülerfirma als Unternehmer agieren. Für das Produkt soll ein Modell oder eine Skizze und ein Business-Plan erstellt werden. Das Projekt wird unterstützt vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln.

„Wir wollen den Gründergeist stärken und junge Menschen für die Themen Wirtschaft und Unternehmertum begeistern“, sagte der Vorsitzende des Unternehmerverbandes, Markus Miele. Gerade im naturwissenschaftlich-technischen Bereich werde Unternehmernachwuchs gesucht, sagt der Vorsitzende des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie, Ernst Wolf.

Sehr beeindruckt hat die Gesamtschüler der Impulsvortrag von Viktor Esau, der im Unternehmen Claas Selbstfahrende Erntemaschinen die Abteilung Technische Ausbildung leitet. „Er hat erzählt, dass er vor 20 Jahren eine Ausbildung bei Claas gemacht hat. das ist toll, was man mit einer Ausbildung erreichen kann“, sagen die Schüler aus Schloß Holte-Stukenbrock.

Mit der Ideen-Methode Design-Thinking lernte die Schüler, wie sie den Nutzer ihres Produkts im Blick behalten und eine passende Idee zu einem Problem ihrer Kundengruppe finden. Erstaunlicherweise haben alle drei Schulen offenbar dasselbe Bedürfnis für einen elektronischen Planer als App, mit dem die Schüler ihren Schulalltag selbst organisieren können, auf dem Stunden- und Vertretungsplan, Hausaufgaben und andere Informationen gebündelt abrufbar sind für Schüler, Eltern und Lehrer. Bei allen habe sich das Interesse auf den IT-Bereich konzentriert.

„Die Schüler entwickeln, was der E- Planer leisten muss. der Anwender steht im Fokus“, sagt Lena Lenz. Begleitet wird das Projekt von Christian Deittert, bei Ari-Armaturen zuständig fürs Business Development. Die „Skizze“ haben die Schüler aus Lego gebaut. Bis Mai soll die Präsentation fertig sein, dafür treffen sich die Schüler einmal die Woche.

„Wir sind überzeugt, dass das Projekt dazu beitragen wird, junge Menschen zu motivieren, sich mit wirtschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen“, sagt Ernst Wolf.

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